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Nach dem Megxit Was kosten Harry und Meghan den britischen Steuerzahler?

Nach dem Rückzug des Prinzen-Paars stellt sich die Frage, wie sich die beiden in Zukunft finanzieren werden.

Was kosten Harry und Meghan die Steuerzahlenden bisher? Die beiden finanzieren sich bisher grösstenteils nicht durch Beiträge von britischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern. Gemäss eigenen Angaben auf ihrer Webseite , Link öffnet in einem neuen Fensterwerden fünf Prozent ihrer Kosten durch den sogenannten «Sovereign Grant» und damit öffentliche Mittel gedeckt.

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Aus dem Archiv: #Megxit – Meghan und Harry haben genug
Aus Tagesschau vom 09.01.2020.
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Was ist der «Sovereign Grant»? Es handelt sich um Beiträge aus der Staatskasse an die Mitglieder der Krone, um die «offiziellen Kosten» zu decken. Damit finanziert der Staat das Personal des Hofs, die Kosten für Repräsentation, Unterhalt der königlichen Paläste sowie die Reisekosten der königlichen Familie für offizielle Anlässe.

Wie wird das Königshaus finanziert? Dabei handelt es sich jedoch nicht um Steuereinnahmen im herkömmlichen Sinne. Denn der «Grant» wird durch Einkünfte aus dem «Crown Estate», dem riesigen königlichen Immobilien- und Beteiligungsfonds, gespiesen. 2019 erhielt die Regierung umgerechnet 415 Millionen Franken aus dem Krongut, Link öffnet in einem neuen Fenster, 25 Prozent (103 Millionen Franken) davon ging zurück an den «Grant». Der gesamte Wert des Kronguts wird auf knapp 18 Milliarden Franken geschätzt.

So viel Kosten die Monarchien in Europa

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Eine 2016 publizierte Studie verglich die Kosten der Monarchien pro Steuerzahlenden. Demnach waren die Kosten in Norwegen (9.70 Euro) am höchsten. Darauf folgte Belgien (3.15 Euro), Niederlande (2.40 Euro), Dänemark (2.30 Euro) und Schweden (1.30 Euro). Am Schluss folgten das Vereinigte Königreich (0.70 Euro) und Spanien (0.16 Euro).

Gemäss einer Statistik soll das britische Königshaus jedoch auch 1.8 Milliarden Pfund pro Jahr im Tourismus generieren.

Wie finanzieren sich Harry und Meghan bisher hauptsächlich? Gemäss eigenen Angaben werden die restlichen 95 Prozent ihrer Kosten durch Kapitalerträge aus dem Herzogtum Cornwall erwirtschaftet. Dieses besitzt zahlreiche Ländereien, Betriebe und Büros, Link öffnet in einem neuen Fenster im Wert von umgerechnet 1.4 Milliarden Franken. Herzog und Verwalter ist Harrys Vater, Prinz Charles. Und dieser finanziert mit diesen Einkünften auch Harry und Meghan. Zudem wird das private Vermögen der beiden auf über 30 Millionen Pfund geschätzt.

Queen akzeptiert Entscheidung

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Königin Elizabeth II. hat ihre Unterstützung für die Rückzugsankündigung von Prinz Harry und seiner Frau Meghan erklärt. Die 93-jährige Monarchin «unterstützt voll und ganz» den Wunsch des Paares, teilte der Buckingham-Palast am Montag mit.

Auf dem Krisengipfel im Schloss Sandringham, dem Landsitz der Queen, sei Harry und Meghan eine «Übergangsperiode» gewährt worden, in der sie sich zurückziehen und in Grossbritannien und Kanada leben dürften. Endgültige Entscheidungen sollten «in den kommenden Tagen» getroffen werden.

Harry und Meghan wollen finanziell unabhängig werden. Was heisst das? Die beiden sind mit ihrem Rücktritt nicht mehr berechtigt, Gelder des «Grant» zu beziehen. Sie gehen jedoch davon aus, die Kapitalerträge aus dem Herzogtum Cornwall weiterhin beziehen zu dürfen. Auch gehen sie davon aus, dass sie für offizielle Tätigkeiten weiterhin mit Geldern aus dem «Grant» bezahlt werden. Das muss jedoch die Queen entscheiden. Zudem haben sie angekündigt, dass sie auch einer bezahlten Arbeit nachgehen könnten.

Werden sie wirklich arbeiten? Verschiedene Beobachter sind skeptisch. Die grosse Frage sei nämlich, inwiefern die Übernahme einer bezahlten Tätigkeit auch das Ansehen des Königshauses schädigen könnte. Das Gipfeltreffen von Montag soll eine Lösung dieser Frage bringen. Auch wird wohl geklärt werden, wie viel sie weiterhin aus den Erträgen des Herzogtums Cornwall erhalten.

Lukrative Markenrechte?

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Gemäss Berichten der «Daily Mail» sollen Harry und Meghan, der Herzog und die Herzogin von Sussex, in den vergangenen Wochen die Rechte auf ihr «Sussex»-Label auf mehr als 100 Waren gesichert haben. Darunter T-Shirts, Bücher und sogar Pyjamas.

Wo sollen Harry und Meghan wohnen und wer soll dafür bezahlen? Die beiden wohnen im «Frogmore Cottage», einem königlichen Landhaus im Park von Windsor. Bevor Harry und Familie dort einzogen, wurde es aufwendig restauriert für 2.4 Millionen Pfund, was Kritik hervorrief. Harry und Meghan wollen – während sie in Europa weilen – weiterhin dort wohnen. Nun stellt sich für die britischen Steuerzahler die Frage, ob die beiden nicht Miete für das Cottage bezahlen müssten.

Wer bezahlt für die Sicherheit? Unklar bleibt weiterhin die Frage, wer für die Sicherheit der beiden auch in Zukunft aufkommen wird. Bisher wird das Königshaus durch bewaffnete Kräfte der staatlichen Metropolitan Police geschützt. Wie viel das kostet, ist unklar. Denn das Ministerium gibt keine Zahlen bekannt. Denn man fürchtet, dass sich daraus das genaue Sicherheitsdispositiv ermitteln lassen würde.

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Gerd Schlehuber  (Frank Tauber)
    Monarchien? Überflüssig wie ein Kropf.
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  • Kommentar von Steven Baumgartl  (Steven B.)
    Das ist erst der Anfang. Diese neuen Generationen werden ihr Recht auf Privatsphäre einfordern, ob das in dem Fall Monarchen sind, oder wie ich denke, dass es künftig Politiker wie der Österreicher Kurz, der Kanadier Trudeau und weitere jüngere Kollegen sind. Ihr Recht solle gewahrt werden, und ja, sind sie dann auch nur so zu bezahlen, wie es ihr eigentlicher Zeitaufwand bescheinigt - quasi nach "Stechuhr" Wer hier bucht muss auch zahlen. Kann ja nicht auf das Allgemeinwohl abgewälzt werden.
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  • Kommentar von Christian Baumann  (Christian Baumann)
    Ich glaube nicht, dass es bei dieser Diskussion darum geht, wie viel den Briten die Monarchie kostet. Sie ist zu teuer. Es geht doch darum, dass ein Millionärskind eine Stellung in einem demokratischen Staat beansprucht auf die er und seine Ehefrau gem. modernem Verfassungsrecht gar keinen Anspruch hat und dass diese difuse Stellung der Boulevardpresse ausreichend Angriffsfläche bietet, den Staat als Ganzes, in diesem Fall Grossbritanien, lächerlich zu machen.
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