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Nach WM-Halbfinal Kroaten feiern – Briten weinen

  • Kroatien entscheidet den WM-Halbfinal für sich und schiesst England aus dem Turnier.
  • Während die Kroaten den historischen Sieg feiern, sind die Träume der «Three Lions» zerstört.

«Football is not coming home»: Eine anfängliche Welle der Euphorie ist bei den rund 30'000 England-Fans im Londoner Hyde Park am Mittwochabend in grenzenlose Trauer umgeschlagen. Nach der Niederlage im WM-Halbfinal gegen Kroatien trotz früher Führung (1:2 nach Verlängerung) flossen bei vielen Fans Tränen der Enttäuschung.

Legende: Video Enttäuschung in London (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:42 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.07.2018.

Bei einem Grossteil der Anhänger machte sich aber auch Stolz breit. Viele Fans applaudierten der Mannschaft, traten dann aber doch mit enttäuschten Gesichtern den Heimweg an.

Prinz William: «Ihr solltet den Kopf hochhalten»

Der britische «Telegraph» schreibt zur Niederlage: «Kummer total, als Mario Mandzukic in der Verlängerung trifft und unsere tapferen Three Lions versenkt». «The Sun» findet wenigstens tröstende Worte: «Ihr habt uns stolz gemacht. England raus aus der WM, als später Sieger Kroatien der Nation das Herz bricht.»

Diesmal sollte es nicht sein, aber es war eine grossartige Reise, die das Land stolz gemacht hat.
Autor: Theresa MayBritische Premierministerin

Aufmunternde Worte kamen auch von Prinz William: «Ich weiss, wie enttäuscht die Mannschaft gerade sein muss, aber ich könnte nicht stolzer auf dieses Team sein, ihr solltet den Kopf hoch halten. Ihr hattet eine unglaubliche WM, habt Geschichte geschrieben und uns Fans etwas gegeben, an das wir glauben konnten», schrieb der 36-Jährige bei Twitter.

Premierministerin Theresa May liess verlauten: «Diesmal sollte es nicht sein, aber es war eine grossartige Reise, die das Land stolz gemacht hat. Wir werden am Samstag die Flagge hissen.»

«Ein Irrenhaus auf den Strassen»

In Zagreb hingegen gab es Freudenschreie, Umarmungen, Feuerwerk und bengalische Fackeln. Nach der Führung in der Nachspielzeit, spätestens aber nach dem Schlusspfiff gab es für die Fans kein Halten mehr. Besonders in der Hauptstadt Zagreb begann mit dem Einzug ins WM-Finale eine riesige Party.

Legende: Video Jubel in Zagreb (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.07.2018.

Die auflagenstärkste kroatische Boulevardzeitung «24sata» schreibt zum historischen Sieg: «Ein Irrenhaus auf den Strassen – ganz Kroatien glüht».

Der Jubel ging bis über die Landesgrenzen hinaus: Auch in Schweizer Städten wurde gefeiert. Fans fanden zu spontanen Autokorsos zusammen und feierten ihre Mannschaft bis in die frühen Morgenstunden.

Am Sonntag trifft Kroatien in Moskau auf Frankreich und will zum ersten Mal in seiner Geschichte den Goldpokal nach Hause holen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Millionen-Söldner in Clubs und voll engagiert in der Nati. Wenn das Tor fällt und ein Fotograf überrannt wird, kümmern sich mehrere um ihn, fragen, ob er ok sei und er wird sogar geküsst. Profis mit Herz und Seele. Wunderschöne Momente. An der WM 2014 gab es oft Szenen nach Spielende in denen Gewinner Verlierer trösteten, um später selber getröstet zu werden. Leider diesmal völlig ignoriert von den Kameras. Wegen der Werbung?
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  • Kommentar von R. Rickenbach (R. Rickenbach)
    ich mag es den Kroaten mega gönnen - ist doch ein absolut toller Erfolg für dieses kleine Land...und wegen der Wahl der Nati…...klar wäre mir auch lieber gewesen, Rakitic hätte sich für die Schweiz entschieden.... ich komme ursprünglich aus Luzern und wenn ich mich für eine Mannschaft aus Luzern oder Basel entscheiden müsste, würde ich mich wahrscheinlich auf für meinen Heimatkanton entscheiden.....freuen wir uns mit den Kroaten- die Schweiz hat doch auch einen kleinen Anteil an diesem Sieg
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    1. Antwort von Rolf Müller (Halu6orm)
      So ein Blödsinn, dass die Schweiz einen kleinen Anteil daran hat. Haben Sie Rakitic in einem Schweizer Dress spielen sehen.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Die Kroaten machens richtig. Global Millionen-Soeldner des Cloebfussballs. National in der Mannschaft der eigenen Nation, staat politsch zu vorschnell im Fluchtstaat eingebuergert, und dann diesen zu verraten. Schluss mit der Zufreuheinbuergerung von Fussballbuben und Einsatz in der Nationalmannschaft erst, wenn fremde Paesse dem verlassenen Staat zurueckgegeben sind....
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