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Sonntags werden kaum mehr Briefkästen geleert
Aus Espresso vom 01.06.2021.
abspielen. Laufzeit 04:06 Minuten.
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Neue Leerungszeiten Die meisten Briefkästen werden am Sonntag nicht mehr geleert

Weil immer weniger Briefe verschickt werden, leert die Post am Sonntag kaum noch Briefkästen. Das stört manche Kunden.

Er habe am späten Samstagnachmittag mit A-Post eine Geburtstagskarte einwerfen wollen, damit sie noch rechtzeitig am Montag eintreffen würde, erzählt ein Postkunde aus Zürich im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Dabei habe er festgestellt, dass es im ganzen Quartier keinen Briefkasten mehr gebe, der nach Samstagmittag noch geleert werde. Der nächste sei im Stadtzentrum – also eine zwanzigminütige Tramfahrt entfernt.

Grund: Die Post hat per Ende Mai die Leerzeiten der Briefkästen am Wochenende deutlich reduziert. Von über 14'000 Briefkästen werden sonntags fortan nur noch rund 300 geleert, schreibt das Konsumentenmagazin «Saldo».

Leerungszeiten den Pöstler-Touren angepasst

Weil Jahr für Jahr immer weniger Briefe eingeworfen werden, habe man sich zu dieser Massnahme entschieden, erklärt Denise Birchler, Mediensprecherin der Post gegenüber «Espresso». Die andere Option wäre gewesen, die Zahl der Briefkästen zu reduzieren.

«Aber wir wollten keine Briefkästen abbauen, sondern den Leuten weiterhin einen Briefkasten in der Nähe bieten.» Deshalb habe man stattdessen beschlossen, die Leerungszeiten den Touren der Pöstler anzupassen. Und die sind vor allem von Montag bis Freitag und zum Teil noch am Samstag unterwegs, aber nicht am Sonntag.

«Laufend werden Dienstleistungen abgebaut»

Die Kundinnen und Kunden müssen also in Zukunft am Samstagnachmittag und am Sonntag unter Umständen weite Wege zurücklegen, damit ihre A-Post noch fristgerecht zugestellt werden kann. So muss etwa ein «Espresso»-Hörer aus dem Baselbiet neu je zehn Kilometer hin- und wieder zurückfahren.

In gewissen ländlichen Kantonen wie Jura, Uri oder Thurgau leert die Post laut «Saldo» am Sonntag nur gerade noch einen einzigen Briefkasten.

Das gehe doch nicht, finden manche Kundinnen und Kunden, die sich bei «Espresso» gemeldet haben. Einer meint, es sei «absolut unzulässig», wie die Post hier vorgehe: «Laufend werden Dienstleistungen abgebaut.»

Espresso, 1.06.2021, 08.13 Uhr;

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43 Kommentare

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  • Kommentar von Marco Conrad  (Marco Conrad)
    Wenn ein 84-jähriger mal etwas dringendes verschicken muss, sollte er vorher dran denken. Kein Unternehmen will Vorhaltungen für vergessliche Leute. Mein Bahnschalter hat am Sonntag auch geschlossen, auch wenn dann mein GA ablauft
  • Kommentar von Bruno Flückiger  (buf)
    Da vergisst jemand rechtzeitig die Geburtstagskarte einzuwerfen und beschwert sich dann über den Abbau des Service Public. Verständlich bei so unvorhersehbaren Terminen wie Geburtstagen, da kann nur die öffentliche Hand schuld sein. Sicher nicht die Person selber.
  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    Von mir aus könnte man auf die Leerung am Sonntag ganz verzichten, und dafür die Briefmarken um 10 Rappen billiger abgeben.