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Premiere in der Raumfahrt China landet auf der Rückseite des Mondes

Legende: Video China erforscht die dunkle Seite des Mondes abspielen. Laufzeit 00:42 Minuten.
Aus SRF News vom 03.01.2019.
  • Erstmals überhaupt ist eine Raumsonde auf der Mondrückseite gelandet.
  • Die chinesische Sonde namens «Chang'e 4» setzte um 03.26 Uhr am Aitken-Krater in der Nähe vom Südpol des Erdtrabanten auf.
  • Der Staatssender CCTV sprach von einer «erfolgreichen Landung».

Ausflüge von Raumschiffen und Astronauten auf den Mond gab es schon viele. China ist nun aber die erste Nation, die auch auf der von der Erde abgewandten Seite des Mondes gelandet ist. An Bord der «Chang'e 4» befindet sich ein Roboterfahrzeug, das nun das Terrain rund um die Landestelle erkunden soll.

Schwierige Kommunikation mit Erde

Chinesische Experten hatten die Mission im Vorfeld als sehr anspruchsvoll bezeichnet. Als Hürde galt die reibungslose Kommunikation mit der Erde, weil auf der Rückseite des Mondes keine direkte Funkverbindung aufgebaut werden kann. Deshalb brachte China bereits im Mai den Übertragungssatelliten «Queqiao» in Position, um Signale aus dem Funkschatten senden zu können.

Mit einem reibungslosen Ablauf der Mission soll unter Beweis gestellt werden, dass Chinas ambitioniertes Raumfahrtprogramm grosse Fortschritte macht.

Das Landemodul verfügt über einen Empfänger für niedrige Radiofrequenzen. Ohne die Erdatmosphäre und andere Störungen im All können Astronomen Signale besser auffangen und hoffen auf neue Erkenntnisse über den Ursprung der Sterne. Zudem hat «Chang'e 4» Saatgut geladen, um zu prüfen, ob Gemüseanbau bei der niedrigen Schwerkraft der Mondoberfläche möglich ist.

Bemannte Mondmission bis 2030

2019 plant China eine weitere unbemannte Landung, um Gesteinsproben zu sammeln. Bis 2030 soll erstmals ein Chinese einen Fuss auf den Erdtrabanten setzen. Chinas Mondmissionen sind nur ein Teil des ehrgeizigen Raumfahrtprogramms. Geplant ist auch der Bau einer Raumstation um 2022.

«Chang'e 4» war am 8. Dezember von der Erde gestartet und erreichte laut Staatsfernsehen am 12. Dezember die Mond-Umlaufbahn. Mit «Chang'e 3» war schon 2013 eine chinesische Sonde auf der Vorderseite des Erdtrabanten gelandet. Die USA hatten zwischen 1969 und 1972 – nach mehreren unbemannten Sonden – zwölf Astronauten auf den Erdtrabanten gebracht.

Landung der «Chang'e 4»
Landephasen von Chang’e 4

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38 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Oppenländer (AO)
    Die Achse, mit der der Mond um sich selbst dreht, ist praktisch senkrecht zur Ebene, die die Mondbahn um'die Erde enthält, daran liegt's nicht. Nehmen Sie mal einen Apfel in die Hand, strecken den Arm vor sich aus und drehen Sie sich einmal um'sich selbst. Der Apfel weist Ihnen immer die selbe Seite zu. Von außen gesehen dreht er sich einmal um sich selbst, während er gleichzeitig eine Umdrehung um Sie vollführt. Eine Eigendrehung des Mondes dauert genauso lang wie eine Umdrehung um die Erde.
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  • Kommentar von Andreas Oppenländer (AO)
    ....es muss heißen 'bis sich dieser Wulst nicht mehr weiter unter der Erde-Mond Linie durchdrehte'.. Ich bitte, die Schreibfehler zu entschuldigen, AO
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  • Kommentar von Andreas Oppenländer (AO)
    Hallo, Herr Fuchs, der Mond dreht sich im Laufe eines Monats einmal um seine eigene Achse und einmal auf seiner Bahn um die Erde. Daher zeigt er uns immer dieselbe Seite. Viele Grüße...
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    1. Antwort von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
      Ah, wenn die Drehachse des Mondes exakt zum Erdmittelpunt zielt, macht das Sinn. (..ganz im Gegensatz zur Konstellation Sonne /Erde... ;-)
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