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Football Leaks und Spiegel kündigen Enthüllungen an
Aus Tagesschau vom 03.12.2016.
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Football Leaks Ronaldo und die Briefkastenfirma in der Karibik

Das Wichtigste in Kürze

  • Das deutsche Nachrichtenmagazin «Spiegel» will von der Enthüllungsplattform Football Leaks 1,9 Terrabyte voll hochbrisanter Unterlagen zugespielt bekommen haben.
  • Die über 18 Millionen Dokumente sollen Spielerverträge samt Nebenabsprachen, E-Mails und Excel-Tabellen umfassen.
  • Angeblich enthüllen die Dokumente Steuertricks von Superstars wie Cristiano Ronaldo oder Mesut Özil.
  • So soll Ronaldo Werbeeinnahmen in einer Offshore-Firma versteckt und später zu einer Schweizer Privatbank transferiert haben.
  • Inwiefern die Dokumente tatsächliche Gesetzesverstösse offenbaren, ist unklar.

In einer Vorab-Meldung zur Ausgabe vom Samstag berichtet der «Spiegel» über Steuertricks des mehrmaligen Weltfussballers Cristiano Ronaldo. Demnach soll dieser bis vor zwei Jahren eine Briefkastenfirma in der Karibik genutzt haben, um Steuern auf seine Werbeeinnahmen zu sparen.

Cristiano Ronaldo
Legende: «Verpflichtungen voll erfüllt» Laut Ronaldos Berater hat der Portugiese in Diensten Real Madrids nie gegen spanisches Steuerrecht verstossen. Reuters

Dabei profitierte der Portugiese zwar von einer umstrittenen Sonderregelung im spanischen Steuerrecht. Dennoch waren seine Berater laut den geleakten Mails besorgt, die Behörden könnten «sensiblen Informationen» über die Briefkastenfirma auf die Spur kommen.

Kurz bevor Ronaldos Steuerprivileg Ende 2014 auslief, verkaufte er laut «Spiegel» seine Werberechte an zwei weitere Briefkastenfirmen auf den British Virgin Islands. Der Verkaufserlös von 75 Millionen Euro sei auf sein Konto bei einer Schweizer Privatbank geflossen.

Ronaldos Agent Jorge Mendes schreibt in einer Stellungnahme auf seiner Website, sein Klient habe die Steuerverpflichtungen zu jeder Zeit erfüllt. Auch von den Anwälten des Superstars heisst es, eine laufende Steuerpfüfung der spanischen Behörden werde keine Beanstandungen zur Folge haben.

Weitere Enthüllungen in den nächsten Wochen

Insgesamt will der «Spiegel» gemeinsam mit rund 60 Journalisten des Recherchenetzwerks European Investigate Collaborations (EIC) Unterlagen im Umfang von 1,9 Terabyte ausgewertet haben. Die Ergebnisse sollen in den kommenden Wochen publiziert werden.

Neben den angekündigten Enthüllungen um Cristiano Ronaldo solle es im ersten Teil der Serie am Samstag auch um die Steuermoral und die Steuertricks weiterer Stars wie des deutschen Weltmeisters Mesut Özil gehen.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Niklas Herth  (niklaedn)
    Das schlaue Kerlchen ist sicher ganz alleine auf diese Idee gekommen :)
    1. Antwort von H Kuhn  (K.H.)
      Man kann sich auch die Frage stellen, ob es schlaue oder intelligente Fussballer gibt ?! Überrissen hohe Geldbeträge für ein bisschen einem Ball nachrennen sagen nichts über Leistung und Köpfchen aus. Das schöne ist, dass wir alle das über die Sponsorengelder von Banken, Versicherungen und anderen Firmen bezahlen müssen. Diese Firmen sollte man eigentlich boykottieren, aber da fehlt es eben an unserer Intelligenz.
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Die Karibik ist auch eine Steueroase. Warum hackt man immer nur auf der Schweiz herum??????
    1. Antwort von Edi Steinlin  (stoni)
      Ganz klar warum, weil wir die nachgiebigsten und schwächsten Politiker/innen haben.
    2. Antwort von Daniele Röthenmund  (gerard.d@windowslive.com)
      Ganz einfach weil wir kriminelle Banken haben Frau Zelgner. Soll man diese Kriminelle nur verschonen weil Sie Schweizer sind? Viele Schweizer haben wirklich ein sehr seltsames Rechtsempfinden, wenn man Sie so hört oder wie hier liest Frau Zelgner und Herr Steinlin sind Sie für Steuerbetrug oder mindestens nur dann wenn Sie ein Schweizer begeht?
  • Kommentar von Werner Blatter  (blatti)
    Echte Vorbilder halt!