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SAC-Halbjahresbilanz 2018 80 Menschen beim Bergsport gestorben

  • In den Schweizer Bergen hat sich die Zahl der tödlichen Unfälle in diesem Jahr verdoppelt.
  • Diese Zwischenbilanz zieht der Schweizer Alpenclub SAC in der «NZZ am Sonntag».
  • Im vergangenen Jahr seien im gleichen Zeitraum noch 38 Bergtote zu beklagen gewesen, in den Vorjahren im Schnitt jeweils rund 45.
  • Der SAC führt die 80 Toten in diesem Jahr unter anderem auf die heikle Lawinensituation im Winter zurück.
Lisengrat Blick auf Churfirsten
Legende: Schon 80 Bergtote in diesem Jahr. Und die Sommermonate sind noch nicht miteinberechnet (Archivbild). Keystone

Da die meisten tödlichen Bergunfälle gemeinhin im Juli und August geschähen und in der Schweiz in diesem Sommer bestes Bergwetter geherrscht habe, könnten Ende 2018 besonders viele Tote zu beklagen sein.

Diese Befürchtungen könnten sich erhärten, denn das Wandern boomt nach wie vor. Das zeigen auch die Hüttenbelegungszahlen. SAC-Bereichsleiter Bruno Lüthi geht von einer guten Saison aus. Wenn sich der Herbst noch gut entwickle, dann gebe es ein sehr gutes Hüttenjahr. «Es könnte in die Nähe der Rekordjahre 2003 und 2009 gehen.»

Legende: Video Berghütten profitieren von Supersommer abspielen. Laufzeit 01:30 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.09.2018.

Allein am Matterhorn seien in diesem Sommer zehn Personen ums Leben gekommen. Dies habe eine Umfrage bei den Polizeikorps der Bergkantone sowie bei ausgewählten Rettungsdiensten ergeben, hält der Schweizer Alpenclub (SAC) in der «NZZ am Sonntag» fest.

Auffallend sei, dass viele der Verunglückten allein unterwegs gewesen seien, sagte Anjan Truffer von der Bergrettung Zermatt.

Legende:
Jahreszahlen Bergtote Erfasst sind in dieser Statistik Ereignisse des klassischen Bergsports, zu deren Ausübung kein Transportgerät verwendet wird. Todesfälle beim Delta- und Gleitschirmfliegen, Speed-Flying, Base-Jumping und bei der Benutzung von Mountainbikes sind ergo nicht miteinberechnet. SAC

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8 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Glasboden für lustvolles Schaudern,Trill Walk am Schilthorn mit direkten Blick in den Abgrund.Hängebrücken in schwindelnder Höhe, Erlebniswelten auf dem Gipfel. Immer mehr Seilbahnen, Action-Elemente, im harten Wettbewerb um zahlende Kundschaft verwandeln die Berge in einen Rummelplatz. Wanderer mit schlechter Ausrüstung, Mountainbiker, ungeübte Bergkletter usw. Wildtiere und Flora leiden. Was ist nur aus unserer schönen, friedlichen Bergwelt geworden? Für Geld wird viel verschandelt.
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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    NB: Vor vielen, vielen Jahren las ich einen diesbezüglichen Bericht. Die CH-Alpen haben ein gut ausgebautes Bergrettungssystem inkl. REGA. Das führt aber auch zur Risikobereitschaft von Berggängern u. Kletterern. Im Gegensatz dazu hat die grosse Hochgebirgsregion der Abruzzen einen wesentlich geringere Unfall- u. Todesrate. Hauptgrund: Italien kann sich ein Bergrettungssystem wie in der CH nicht leisten. Erkenntnis: Die Risikobereitschaft steigt mit dem Angebot an Hilfsbereitschaft Anderer!
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer (Margrit Holzhammer)
    Ich denke, dass der Respekt vor den Bergen mit all ihren Gefahren nachgelassen hat. Turnschuhe und Flip-Flops haben nun mal nichts auf einem Bergweg zu suchen!!
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