Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Schattenseiten der Hitzewelle Badeunfälle, hohe Ozonwerte und Waldbrandgefahr

Juni-Temperaturrekorde im Tessin und Graubünden: Hoch «Ulla» bescherte am Donnerstag einigen Schweizer Gemeinden einen neuen Juni-Temperaturrekord. Gemäss SRF Meteo war es in Piotta TI 35.1 Grad (alter Rekord: 34 Grad), in Cimetta TI 29.7 Grad (26.2 Grad) und in Poschiavo GR 34.3 Grad (33.1 Grad) heiss.

Legende: Video Aus dem Archiv: Hitzewelle über Europa abspielen. Laufzeit 01:27 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.06.2019.

Hochwasser- und Waldbrandgefahr: Wegen der Hitze schmilzt in den Bergen der teilweise noch massig vorhandene Schnee. Das führt zu erhöhten Abflüssen in alpinen Gewässern. Am Bodensee und an der Rhone herrscht deshalb mässige Hochwassergefahr. Das Risiko von Waldbränden ist aufgrund der Trockenheit ebenfalls gestiegen. In der Nordwestschweiz und im Tessin herrscht «erhebliche» Gefahr. Die betroffenen Kantone mahnen zu sorgfältigem Umgang mit Feuer im Freien.

Tempolimits wegen hoher Ozonwerte: Verschiedene Kantone warnen in diesen Tagen vor den aktuell hohen Ozonwerten – insbesondere in der Nord- und der Südschweiz. Vor allem im Sottoceneri lagen die Ozonwerte deutlich über dem Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m3). Den Spitzenwert erreichte am Mittwoch Chiasso TI mit 296 μg/m3. Auch in Mendrisio TI wurden über 260 μg/m3 gemessen. Dort und an weiteren Orten wurde der Schwellenwert von 240 μg/m3 (europäischer Alarmwert) während drei oder mehr aufeinanderfolgenden Stunden überschritten. Deshalb gilt auf der A2 zwischen Chiasso und Taverne TI sowie auf der A394 zwischen Mendrisio und Gaggiolo TI ab sofort jeweils am Nachmittag Tempo 80. Vom Limit ausgenommen sind Fahrzeuge der Rettungsdienste.

Tempolimit auf der Autobahn
Legende: Neben der Geschwindigkeitsbegrenzung ordneten die Behörden im Tessin an, dass auf Autobahnen ein Überholverbot für schwere Fahrzeuge gilt. Keystone

Kreislaufprobleme häufen sich: Dass die Gesundheit während der Hitzeperiode gefährdet sein kann, zeigt ein Blick in die Notfallstationen von Schweizer Spitälern. Diese haben in den vergangenen Tagen teilweise vermehrt mit Herz-Kreislauf-Patienten zu tun, wie eine Umfrage zeigt. «Es gibt Patienten jeden Alters, die wegen der Hitze in den Notfall am Unispital Zürich kommen», sagte eine Sprecherin. Sie litten vor allem an Hitzeerschöpfung, also Schwäche, Schwindel oder Kreislaufkollapsen. Auch das Universitätsspital Basel und das Kantonsspital Aarau berichten von einer Zunahme von Notfällen.

Tragische Badeunfälle: Weil sich bei den hohen Temperaturen mehr Menschen ins kühle Nass wagen, mehren sich auch die Badeunfälle. Eine 84-jährige Schwimmerin ist am Donnerstagnachmittag im Strandbad in Meilen im Zürichsee ertrunken. Im Schwimmbad in Hinwil ZH reanimierte der Badmeister einen Vierjährigen mit Erfolg. Beim Stauwehr Engehalde in Bern wurde am Mittwochnachmittag eine 16-jährige Schweizerin aus dem Kanton Bern tot aus der Aare geborgen. Ein fünfjähriger Knabe, der am Mittwoch regungslos auf dem Grund des Schwimmbads in Rotkreuz ZG lag und von Badegästen geborgen wurde, ist dagegen wieder wohlauf.

Menschen sonnen sich auf einem Floss im See.
Legende: Ein Sprung ins Wasser bringt Abkühlung – birgt aber auch Gefahren. Keystone

Entspannung nächste Woche: Laut den neusten Prognosen kommen in der kommenden Woche allmählich Gewitter auf – und die Temperaturen dürften zumindest etwas zurückgehen.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Mattias Derungs  (Mattias Cristian Derungs)
    Einem Grossteil der Bevölkerung ist es angeblich völlig unbekannt und sehr wahrscheinlich auch mehr oder weniger egal, was für Auswirkungen die erhöhten Grenzwerte des Reizgases Ozon auf die persönliche Gesundheit haben können. Nicht Hitzeerschöpfung, Schwäche, Schwindel oder Kreislaufkollapsen sind das Hauptproblem, sondern die gesundheitsschädigenden Konsequenzen des Ozon auf die Atemwege! (Verätzung der Schleimhäute in Nase, Rachen bis und mit der Lungenflügel) Mögliche Spätfolgen: z.B.Asthma
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Es nervt mich: Jetzt haben wir endlich wieder einmal Hochsommer. Und die Jammerei geht los. Regnet es ein paar Tage, wird genau so gejammert. Ist es kalt, wird genau so gejammert.
    Es zeigt mir einfach die unglaubliche Unzufriedenheit in CH und in Europa.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Mattias Derungs  (Mattias Cristian Derungs)
      Es geht in 1. Linie nicht darum, über die Sommerhitze zu jammern, sondern vor den neg. Nebenwirkungen zu warnen, was viel zu wenig und oft viel zu spät geschieht! Bodennahes Ozon (O3) ist ein Sekundärschadstoff, d.h. ein Gas, das aus anderen Substanzen wie Stickoxiden (NOx) und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) gebildet wird, insbesondere bei andauernder grosser Hitze. (Grenzwert: >120 µg/m³ darf nur max. während 24 Stunden pro Jahr überschritten werden!) = massiv gesundheitsschädigend!!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Dölf Meier  (Meier Dölf)
      Das ist die zunehmende Dekadenz. Unsere Vorfahren lebten ohne Messgeräte und verhielten sich instinktiv richtig. Zu beachten ist: Alles was Vorhanden ist wird auch benutzt. Das ist ein Denkanstoss an die Grünen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Kommenden Woche kommen allmählich Gewitter auf und die Temperaturen dürften zumindest etwas zurückgehen. Gewitter welcher Art? Hochwasser, Erdrutsche? Hoffe nur auf ganz normale Abkühlung ohne Schäden an der Natur.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen