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Panorama Ueli Steck nimmt sich eine Auszeit

«Meine Kräfte neigen sich dem Ende zu», schreibt der Schweizer Bergsteiger am Donnerstag auf seiner Website. Die Auseinandersetzung mit den Sherpas am Mount Everest hätten ihm zugesetzt. Er werde deshalb in der nächsten Zeit keine Telefone und E-Mails beantworten.

Ueli Steck vor den Grandes Jorasses
Legende: Seine Leidenschaft für die Berge sei ungebrochen, versichert der Sportler seinen Fans. ueli steck

Die letzten Wochen seien für ihn ein Wechselbad der Gefühle gewesen, schreibt Ueli Steck in einem offenen Brief an seine Freunde, den er auf seiner Website aufgeschaltet hat. «Noch immer sitzt der Schock nach den für mich schwer erklärbaren Ereignissen am Everest tief. Haben wir Fehler gemacht, und falls ja: welche?»

Eine abschliessende Antwort hat der Alpinist bisher nicht gefunden. Die Vorkommnisse am Mount Everest, bei der es zur lebensbedrohlichen Auseinandersetzung mit etwa 100 Sherpas kam, gehe er immer wieder durch. «Im Rückblick erscheinen sie uns irreal.» Er könne fast nicht glauben, dass ihm dies alles passiert sei – und dass er und sein Team schliesslich dem Albtraum entrinnen konnten.

Ganz davon los kommt Ueli Steck allerdings nicht: «Ich leide unter den Auswirkungen – vor allem in der Nacht», schreibt der Sportler. «Mein Innerstes ist tief getroffen.»

Aus diesem Grund will sich Steck zurückziehen und bittet um Verständnis – nicht ohne zu betonen: «Bei allen Unwägbarkeiten und offenen Fragen – eines steht für mich unverrückbar fest: Meine Leidenschaft für die Berge ist ungebrochen. Was auch immer geschehen mag: Ich bleibe den Bergen zutiefst verbunden. Bergsteigen ist und bleibt ein Teil meiner Persönlichkeit.»

Legende: Video Ueli Steck spricht über den Eklat am Mount Everest abspielen. Laufzeit 15:50 Minuten.
Aus News-Clip vom 06.05.2013.

Kein Auftritt im «Club»

Ueli Steck wird am nächsten Dienstag aufgrund seiner Auszeit nicht im «Club» zum Thema «Machtkampf am Everest» auftreten.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Gü Glöggler, Zug
    Man stelle sich vor die Sherpas von Tibet würden sich am Matterhorn so verhalten. Ueli Steck sie sind Gast in diesem Land, verhalte sie sich auch so. Die Aroganz der Ausländer, vor allem von uns Schweizern, ist unglaublich.
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  • Kommentar von Roger Müller, Zürich
    Wann kommen endlich die Sherpas zu Wort? Die Berichterstattung ist äusserst unausgewogen, der betroffene Chefsherpa konnte noch nie Stellung nehmen. Darf man doch hoffen, dass im Club einer betroffenen Sherpa zu Wort kommt.
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  • Kommentar von Theodor Kugler, 8413 Neftenbach
    Ueli Steck, sie haben die Sherpas falsch eingeschätzt. Obwohl letztere kein Recht haben, am Berg alleine zu befehlen, hätten sie alles, was sie vor hatten, mit ihnen vorher besprechen müssen. Man muss sich in einer Gruppe immer den Schwächsten anpassen, auch wenn das manchmal absurd erscheint. Ich will nicht alle Sherpas in einen Topf werfen. Aber wenn Menschen so reagieren, wie sie es berichtet haben, dann haben diese kaum Kontrolle über ihre Gefühle. Da nützt ihnen ihr Recht nichts.
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    1. Antwort von andré piquerez, ebkon
      ich finde im nachhinein kann man schnell mal sowas sagen wie "hätten alles vorher besprechen müssen" aber niemand konnte da vorhersehen, was dann passiert ist...es kann doch nicht sein, dass die Situation so eskaliert ist nur weil steck und die 2 anderen diesen Sherpas in die quere kamen - finde es ganz übel von den Sherpas - der chefsherpa ist ein Choleriker und gefährlich, ich glaube dem steck schon...finde es einfach krass wie kommerzialisiert der Mount Everest anscheinend schon ist...
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