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Gewalt in Charlottesville Wieso ein alter Anti-Nazi-Film erneut die Runde macht

Vor 70 Jahren warnte das US-Kriegsministerium vor Populismus – nun ist der Streifen aktueller denn je.

Die Ausschreitungen in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia sind nach wie vor das Thema Nummer eins in den USA. Die Erschütterung über rechtsextreme Parolen und die Gewalt ist gross. Jetzt macht ein Video auf den sozialen Medien die Runde, das nachdenklich stimmt: Eigentlich stammt es aus dem Jahre 1947 und wurde vom damaligen Verteidigungsdepartement der USA produziert. «Don't be a Sucker, Link öffnet in einem neuen Fenster», zu Deutsch «Sei kein Dummkopf», zeigt die Gefahren von Populismus auf – und ist im Jahre 2017 aktueller denn je.

Der Forscher Michael Oman-Reagan stellte einen Ausschnitt des Videos auf Twitter:

Dort ist ein Mann zu sehen, der vor einer Gruppe Passanten eine Hasspredigt hält: «Schwarze besetzen Arbeitsplätze, die uns gehören! Wenn das so weiter geht, was passiert dann mit uns richtigen Amerikanern?», regt er sich auf. Ein Zuhörer wundert sich über die Tirade des Mannes: Er sei gebürtiger Ungar und habe diese Haltung zuletzt in Nazi-Deutschland erlebt.

Die Kern-Botschaft des Videos ist schlussendlich: «Die ‹anderen› gibt es nicht, es gibt nur Amerikaner.» Genau das Gegenteil von der Ideologie der rechtsradikalen Demonstranten in Charlottesville.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Sebastian Frey (Sebastian Frey)
    Wohl kontraproduktiv; Medien hyperventilieren über Folgen (vermeintlicher Rechtsextremismus) und blenden Ursachen zumeist aus. Gesellschaftliche Ängste (wirtschaftl., kulturell und/oder soziale) sind die realen Gefahren - asoziale Ideologien "nur" die Folge. (Auch der vermeintlich Linke zB der vor laufenden Kameras nem Nazi die Faust ins Gesicht schlug, ist Angst getrieben.) Ja, echte Ideologen gibts auch, sind aber gesellschaftlich aushaltbare Minderheiten.
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    1. Antwort von Markus Berner (Markus Berner)
      Was verstehen Sie unter "vermeintlicher Rechtsextremismus"? Ist es "vermeintlicher Rechtsextremismus", wenn man mit einer Hakenkreuzfahne an eine Demo geht? Ich meine, sie verharmlosen hier enorm! Das sind doch einfach offensichtliche und bekennende Nazis.
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    2. Antwort von Joel Busch (Joel)
      Das National Socialist Movement mit seinen Hakenkreuzen auf den Flaggen und der Ku Klux Klan mit seinem Hass gegen Schwarze sind nicht einfach nur Symptome eines ungehörten Bürgers. Das sind Leute die sich in der eigenen Wahnehmung immernoch für besser als die Untermenschen respektive Sklaven halten. Da kann man keinen Kompromiss eingehen oder die Probleme diskutieren, genausowenig wie mit anderen Terroristen.
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