110 Einsprachen gegen Vierspur-Ausbau zwischen Olten und Aarau

Am 800 Millionen Franken teuren Vierspur-Ausbau der SBB-Strecke Olten-Aarau haben nicht alle Freude: Gegen das Projekt mit dem Eppenbergtunnel als Herzstück sind während der öffentlichen Auflage 110 Einsprachen eingegangen. Die Strecke gilt als Flaschenhals im Schweizer Schienennetz.

Bahnhof Olten, Blick aufs Perron, daneben steht ein Zug still. In der Ferne sieht man das Licht durch das Ende des Pavillons scheinen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit dem Ausbau auf vier Spuren könnten zwischen Olten und Aarau mehr Züge fahren (im Bild: Bahnhof Olten). SRF

Gegen den Vierspur-Ausbau sind 110 Einsprachen beim Bundesamt für Verkehr gelandet, bestätigte die Sprecherin des Amtes gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Mit Ausnahme von Dulliken hätten alle Gemeinden entlang der Strecke Einsprache erhoben, heisst es.

In vielen Einsprachen werde der Schutz des Grundwassers thematisiert. Ein weiterer Einsprachegrund stelle der Lastwagenverkehr während der Bauarbeiten dar. Zu den Einsprechern zählt auch der Planungsverband der Region Aarau. Dieser befürwortet zwar den Ausbau, will aber mit der Einsprache Druck auf die SBB ausüben, damit künftig mehr Schnellzüge im Bahnhof Aarau mit seinen 40'000 Zu- und 30'000 Wegpendlern halten.

Die Pläne für den Vierspur-Ausbau und den Eppenbergtunnel lagen bis Ende Mai in Olten, Däniken, Dulliken, Gretzenbach, Schönenwerd, Eppenberg-Wöschnau und Aarau öffentlich auf.