Auch Kantonsratskommission ist für Asylzentrum in der «Fridau»

Ein Asylzentrum in der ehemaligen Klinik Fridau in Egerkingen - das kommt nicht in Frage. Dieser Meinung sind mehrere Fraktionen im Solothurner Kantonsrat, und haben einen entsprechenen Auftrag eingegeben. Unterstützung dafür gibt es weder von der Regierung noch von der zuständigen Kommission.

Bild von der Fridau von aussen, Frontalaufnahme. Es ist ein grosses, altes, längliches, beiges Gebäude, das links und rechts Nebentrakte hat. Im Hintergrund sieht man einen Wald. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch die zuständige Kommission des Kantonsrates sieht die «Fridau» als guten Standort an für ein Asylzentrum. ZVG

Der Auftrag «Keine weitere Konzentration von Asylanten im Thal-Gäu» erhält auch von der zuständigen Kommission keine Unterstützung: Nach dem Solothurner Regierungsrat lehnt nun auch die Sozial- und Gesundheitskommission (Sogeko) den Auftrag ab.

Die Initianten hatten verlangt, dass die ehemalige Klinik Fridau in Egerkingen nicht als vorübergehendes Asylzentrum genutzt wird. Dies führe zu einer «weiteren Massierung» in der Region: «Der Topf im Thal-Gäu ist voll», heisst es im Auftrag, der von mehreren SVP- und FDP-Kantonsräten unterzeichnet wurde.

Zwar sei ein Durchgangszentrum eine Belastung für eine Gemeinde, erklärt die Sogeko in ihrer Antwort. Gerade der abgelegene Standort der «Fridau» spreche aber für diese Variante. Deshalb schliesst sich die Kommission der Regierungsmeinung an, und ist ebenfalls für ein vorübergehendes Asylzentrum in Egerkingen.