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Aargau Solothurn Bluttat von Würenlingen: Täter feuerte 14 Schüsse ab

Die Aargauer Staatsanwaltschaft hat neue Details veröffentlicht zum Tötungsdelikt in Würenlingen. Demnach gab der Täter 14 Schüsse ab. Die Tötung des Nachbarn war nicht geplant.

Legende: Video Tathergang geklärt abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 15.05.2015.

Neue Details zur Bluttat mit fünf Toten im Aargauischen Würenlingen: Der 36-jährige Täter erschoss mit insgesamt 14 Schüssen seine Schwiegereltern, seinen Schwager und einen Nachbarn, bevor er sich selber richtete. Die Tötung des Nachbarn war gemäss Aargauer Staatsanwaltschaft nicht geplant. Das Motiv ist vorerst unklar.

Zufälliges viertes Opfer

Zehn Schüsse feuerte er im Haus der Schwiegereltern ab, wie die Staats-anwaltschaft mitteilt. Gestützt auf die Erkenntnisse des kriminaltechnischen Dienstes hatte der Täter unmittelbar, nachdem ihm sein Schwiegervater die Tür geöffnet hatte, zuerst seinen Schwiegervater, danach seinen Schwager und seine Schwiegermutter getötet.

Man kann davon ausgehen, dass die Tat, seine Schwiegereltern und seinen Schwager umzubringen, durchaus geplant war.
Autor: Fiona StrebelMediensprecherin Staatsanwaltschaft Aargau

Die Vermutung, dass die vierte Tötung nicht geplant und der Täter seinem Opfer zufällig begegnet war, hat sich laut Staatsanwaltschaft erhärtet. Man gehe davon aus, dass der Täter sein viertes Opfer auf dem Rückweg zu seinem Auto «im Vorbeigehen» erschossen habe.

Der Täter hielt auf dem Kiesweg kurz inne, schoss auf den im Garten stehenden Nachbarn und ging ein paar Schritte weiter, bevor er sich selbst richtete.

Streit wegen Erbschaft

Wie und wann der Täter an die nicht registrierte Tatwaffe kam, weiss die Staatsanwaltschaft vorerst nicht. Am Wohnort des Täters im Kanton Schwyz wurden viele Unterlagen beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft erhofft sich mehr Erkenntnisse aus den Auswertungen.

Das Motiv der Bluttat ist noch nicht klar. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen gesichert ist gemäss Staatsanwaltschaft lediglich, dass dem Tötungsdelikt Erbschaftsstreitigkeiten um einen grösseren Geldbetrag vorausgegangen waren.

Weitere Erkenntnisse in Bezug auf ein mögliches Tatmotiv erhofft sich die Staatsanwaltschaft von der Auswertung der sichergestellten Datenträger am Wohnort des Täters. Insbesondere steht die Frage im Raum, ob der Tat Drohungen vorausgegangen waren.

Ausserdem sollen gemäss Behörden noch mehrere Zeugen aus dem Umfeld des Täters und der Opfer befragt werden.

Der Täter

Der Schweizer mit türkischer Abstammung war neun Tage vor der Tat aus einer psychiatrischen Klinik entlassen worden. Er war am 24. März eingewiesen worden mit einer fürsorgerischen Unterbringung wegen Selbst- und Fremdgefährdung. Die Kantonspolizei Schwyz hatte im März 2015 und 2012 seine Wohnung nach Waffen durchsucht, dabei aber nichts gefunden.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von S. Meier, Adliswil
    Wie die ermittelden Polizisten an der Medienkonferenz mitteilten war die Frau des Täters mit ihren Kindern bereits vor der Tat seit einiger Zeit fürsorgerisch Untergebracht. Weshalb? Bei der Tat ging es um einen Erbstreit - um einen grösseren Geldbetrag. Vielleicht um einen Erbvorschuss?
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  • Kommentar von Peter Maurer, ZH
    Genau, man nehme der Anis-Flasche die Etikette weg, klebe eine von Rivella drauf und behauptet dann durch alle Böden, da sei Rivella drin! Das Resultat dieser bescheuerten Politik können wir jeden Tag in der Zeitung lesen! Deshalb sollten wir Schweizer das Heft jetzt wieder in die Hand nehmen! Ein Ausländer oder EX-Ausländer, muss sich in der Schweiz wie ein absoluter Musterschüler benehmen, sonst verliert es jegliche Rechte! Zudem hat es viel zu viele! Extreme Reduktion ist angesagt!
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  • Kommentar von I.Bürgler, lbach
    Und wie jedesmal (und schon 100-Fach) kann sich die Behörde wieder erfolgreich für die richtige Handlung in solchen Fällen rechtfertigen. Solche Fälle wie der Reichenburger Nachbar haben wir noch hunderte in der Schweiz. Das Schweizer Volk hat doch einmal eine Aussschaffungsinitiative gutgeheissen?. Genau solche Leute wollen wir nicht in der Schweiz. Stattdessen werden uns diese von der SP noch eingebürgert. Ein Grund mehr, die SP im Herbst nicht mehr zu wählen.
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    1. Antwort von H. Liechti, Egg
      Ist doch Unsinn - hat doch überhaupt nichts mit einer Partei zu tun. Es ist primitiv immer nur irgend eine Gruppe zu beschuldigen. Wir haben seit jeher eine "bürgerliche" Mehrheit. Wenn es dieser nicht gelingt, das Problem zu lösen, haben sie die falschen oder unfähigen Leute an der Spitze oder sie nutzen die Situation für eigene Zwecke. Zudem ist dem Schweizer das Zusammenstehen abhanden gekommen (30 % Stimmbeteiligung).
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    2. Antwort von B. Bedi, Alpnach
      Ich bin nur aus einem Grund für eine Doppelbürgerschaft. Dass man einem Verbrecher die Schweizer Staatsbürgerschaft wieder aberkennen kann und ihn danach ausschafft. Schweizer Pass nur auf Bewährung (10 Jahre).
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    3. Antwort von Andreas Martini, Hunzenschwil
      H.Liechti haben Sie sich schon einmal gefragt, warum nur 30%? Das Volk bestimmt und die Politiker kümmerts wenig bis gar nicht. Die Politiker sind für das Volk bis vor die Wahlen. Sobald diese gewählt sind, stehen Eigeninteressen stark im Vordergrund. Da liegt es auf der Hand, warum ich soll ich noch wählen gehen, wenn meine Stimme doch nicht akzeptiert wird?
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