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Aus dem Militärspital wird ein Langzeitlager. Interview mit Guido Keune.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 07.04.2020.
abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
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Bund hat Käufer gefunden Kanton Solothurn kauft ehemaliges Militärspital

  • Armasuisse, das Bundesamt für Rüstung, hat einen Käufer für das ehemalige Militärspital in Obergösgen gefunden.
  • Der Kanton Solothurn kauft dem Bund die unterirdische Anlage ab. Dies berichtet das Oltner Tagblatt, Link öffnet in einem neuen Fenster.
  • Künftig sollen die Räume als Lager genutzt werden.
Langer Gang
Legende: Die ganze unterirdische Anlage ist schwellenlos. Das Langzeitlager kann also mit Pallettrollis betrieben werden. zvg / Armasuisse

Das ehemalige Spital eigne sich sehr gut als Lager, sagt Guido Keune. Der Solothurner Kantonsbaumeister zählt gleich mehrere Vorteile auf: «Die Anlage ist zentral, es sind grosse Kammern und alles ist schwellenlos gebaut.»

Ausserdem gebe es eine gute Zufahrtsrampe, einen trockenen Umschlagplatz und das Gebäude mit Baujahr 1975 sei sehr solide gebaut. In Obergösgen sollen Akten und Gegenstände eingelagert werden, die in der Kantonsverwaltung nicht oft gebraucht, aber trotzdem aufbewahrt werden.

Waschmaschinen
Legende: Die Anlage war auch mit Waschmaschinen und einer Industrieküche ausgestattet. Das meiste sei aber mittlerweile weg. zvg / Armasuisse

«Heute sind diese Akten in verschiedenen Liegenschaften gelagert, zum Teil sind wir auch eingemietet», sagt Guido Keune. Es gibt also – nach der Anfangsinvestition – auch Sparpotential bei den Mietausgaben für den Kanton. Ausserdem: «Es ist für uns von Vorteil, wenn diese Akten zentral an einem Ort gelagert werden.» Die Anlage in Obergösgen muss nicht speziell unterhalten werden, auf jeden Fall nicht mehr als andere Lagerräume.

Noch ist der Kauf nicht definitiv beschlossen. An der nächsten Regierungsratssitzung Ende April soll das Geschäft aber traktandiert werden. Über den Kaufpreis ist im Moment noch nichts bekannt. Ursprünglich wollte Armasuisse einen Verkaufspreis von 3,65 Millionen Franken erzielen. Der tatsächlich Preis liege aber deutlich darunter, sagt Guido Keune auf Anfrage.

Das ehemalige Militärspital

Gebaut 1975 besteht die grosse Anlage aus verschiedensten Räumen auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern. Die Anlage befindet sich im Untergeschoss der Kreisschule Mittelgösgen und erstreckt sich über zwei Etagen.

Im Ernstfall sollten in der Anlage mehrere hundert Personen Platz finden und medizinisch versorgt werden. Das Militärspital wurde aber ausser Betrieb genommen und vor vier Jahren zum Verkauf ausgeschrieben.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 07.04.2020, 17:30 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Die Schweiz - Insel der Glückseligen! Eine solche Meldung würde ich in die grosse Welt setzen wo viele Länder Notspitäler aus dem Boden stampfen und Arzte in überfüllten Kliniken um das Leben eingelieferter Patienten kämpfen.
    Hallo Welt: die Schweiz verkauft Spitäler und will sie als Aktenlager nutzen!
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