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Die Chancen auf Erholung der Solothurner Wirtschaft stehen gut, so der UBS-Experte
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 26.08.2020.
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Erholung nach Corona Solothurner Wirtschaft hat Talsohle durchschritten

So trifft die Corona-Krise die Solothurner Wirtschaft: Gemäss einer Analyse der Grossbank UBS ist die Solothurner Wirtschaft im Vergleich mit anderen Kantonen weder besonders stark noch besonders schwach betroffen. Es gebe zwar viele Betriebe aus Krisen-Branchen wie Uhren, Zuliefer-Industrie und MEM-Branche (Maschinen- und Elektroindustrie), dafür relativ wenige Kleinstunternehmen, die ebenfalls stark von der Krise betroffen seien.

Beispiel Stebler: Weniger Aufträge wegen Corona

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Das Unternehmen S:Stebler aus Oensingen stellt Briefkästen und Dachfenster her. Das KMU mit 100 Angestellten erlebte zu Beginn der Krise, wie seine Produkte auf gewissen Baustellen nicht mehr eingebaut wurden, weil diese geschlossen waren (z.B. in Genf). Ausserdem trafen kaum noch Bestellungen ein, weil sich Auftraggeber wie etwa Architekten coronabedingt mit anderen Dingen beschäftigen mussten.

S:Stebler baute wegen Corona die Produktion um. Die Angestellten arbeiteten neu im Zwei-Schicht-Betrieb. Dies, damit bei einem Krankheitsfall nicht die gesamte Produktion ausfallen würde. Man habe dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt, sagt Geschäftsleitungsmitglied Anita Stebler. Ausserdem sei nun allen Angestellten klar, dass die Digitalisierung voranschreite und man möglichst viel papierlos erledigen möchte – von der Buchhaltung bis zur Produktion.

Arbeitslosigkeit dürfte steigen: Gemäss Daniel Kalt, Chefökonom UBS Schweiz, ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Monaten mehr Menschen ihre Arbeit verlieren. Vor allem in der Gastronomie und Hotellerie kämen viele Betriebe nicht um Entlassungen herum, so Kalt.

Beispiel Ypsomed: Corona bremst Wachstum

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Das Burgdorfer Unternehmen Ypsomed hat in der Stadt Solothurn eine grosse Fabrik mit mehreren hundert Beschäftigten. Das Unternehmen sei zwar auch in der Krise weiter gewachsen, aber deutlich weniger stark als erwartet, sagt CEO Simon Michel.

Weil in vielen Ländern in den Spitälern ein Besuchsverbot herrschte, konnte Ypsomed kaum Neukunden gewinnen für die Insulinpumpen. Die Patienten werden nämlich im Spital in der Benutzung der Insulinpumpen instruiert.

Als Lehre aus der Coronakrise nennt Michel zwei Aspekte: erstens habe man einmal mehr gesehen, wie wichtig genügend Liquidität sei. Und zweitens wolle man in Zukunft auf eine breitere Zulieferkette setzen und nicht mehr bloss auf einen Zulieferer. Hintergrund ist, dass zu Beginn der Pandemie eine Fabrik eines italienischen Lieferanten geschlossen wurde und so ein Engpass entstand.

Talsohle ist aber durchschritten: Für UBS-Ökonom Daniel Kalt ist ein Aufschwung der Schweizer und der Solothurner Wirtschaft in den nächsten Monaten realistisch. Dies unter der Voraussetzung, dass ein erneuter Lockdown verhindert werden kann. Allerdings sei die Situation von Branche zu Branche noch sehr verschieden.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 26.8.2020, 17:30 Uhr;

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