Zum Inhalt springen
Inhalt

Aargau Solothurn Gebenstorf wehrt sich weiter gegen Islam-Zentrum im Dorf

Der islamisch-albanische Verein möchte in Gebenstorf ein Lokal einrichten: Mit einem Andachtsraum für 70 Personen und weiteren Räumlichkeiten. Die Gemeinde wehrt sich dagegen. Jetzt auch vor Verwaltungsgericht. Und gegen den Willen der Aargauer Regierung.

Legende: Video Streit um Vereinslokal abspielen. Laufzeit 03:02 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 12.12.2014.

An der Landstrasse 3 in Gebenstorf steht ein ungenutztes Restaurant. In diesem Räumlichkeiten möchte der islamisch-albanische Verein ein neues Vereinslokal einrichten. Mit einem Andachtsraum, einem Aufenthaltsraum und Büros.

Anwohner und Gemeinderat finden diese Umnutzung unpassend. Die Gemeinde hat dem Verein deshalb eine Baubewilligung verweigert. Die Begründung:

  • Die Zahl der Parkplätze reiche nicht aus
  • Es sein mit Lärmemissionen zu rechnen
  • Die Anwohner müssten mit einer Entwertung ihrer Liegenschaften rechnen
  • Kurz: Ein solches Lokal passe nicht in diese Gegend

Der Verein wehrte sich gegen diese Absage der Gemeinde beim Kanton. Die Aargauer Regierung hat die Beschwerde gutgeheissen, wie die «Aargauer Zeitung» , Link öffnet in einem neuen Fensteram Freitag vermeldet. Die Begründung der Gemeinde sei politisch, so der Vorwurf aus Aarau:

  • Die Zahl der Parkplätze sei ausreichend
  • Das geplante Zentrum sei zonenkonform
  • Das Baugesetz werde «diskriminierend» ausgelegt

Landstrasse 3: Hier soll das Zentrum entstehen

Der Gemeinderat hat diesen Bescheid aus Aarau am Dienstag diskutiert, wie die Gemeindekanzlei auf Anfrage von Radio SRF bestätigt. Allerdings: Das Verdikt aus Aarau wird nicht akzeptiert. Der Gemeinderat wehrt sich weiter. Er zieht die Beschwerde nun vor das Aargauer Verwaltungsgericht.

Die Gemeinde betont dabei, es gehe ihr nicht um Rassismus. Allerdings: Die Begründung, das Zentrum passe einfach nicht an diesen Ort, klingt doch eher nach einer politischen Begründung als nach einer baurechtlichen Aussage. Und dessen ist man sich in Gebenstorf durchaus bewusst, wie Gespräche mit Gemeindevertretern zeigen. Die Chancen auf Erfolg vor Verwaltungsgericht dürften eher mässig sein.

Legende: Video Islam-Ängste in Freiburg abspielen. Laufzeit 02:17 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.09.2014.

Heute in «Schweiz aktuell»

Sendungslogo von «Schweiz aktuell»

Mehr dazu sehen Sie in der Sendung «Schweiz aktuell» um 19.00 Uhr auf SRF 1.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Michel, 1723 Marly
    In Gebenstorf können sich die Bürger wenigstens noch wehren od. zumindest äussern - an der Fribourger Uni ist die Eröffnung des Islamzentrums schon beschlossene Sache - Fribourg hat schon ein sonderbares Demokratieverständnis, hier verhält sich die Obrigkeit wie im Mittelalter.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Hediger, Aarau
    Die Schweizer Hilfswerke unterstützen den islamisch-albanischen Verein bestimmt gerne. So wird diesem Verein der Schnauf noch lange nicht ausgehen
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans König, Häusernmoos
    Ein Bravo für den Gemeinderat, dass er soviel Mut aufgebracht hat. Wie blöd sind wir Schweizer, wenn wir dem Islam Tor und Tür öffnen. Im Gegenzug werden christliche Einrichtungen in den isalmistischen Gebieten dem Erdboden gleich gemacht. Die Christen werden vertrieben oder ermordet. Leider gibt es noch viele Politiker/innen und Richter/innen in der Schweiz - mit keinen Existenzängsten - welche durch ihre Stellung der Islamisierung des Abendlandes ungehindert Vorschub leisten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Nicole Gränicher, Windisch
      Herr König, ich finde Ihren Kommentar rassistisch. Würden Sie sich einmal mit den Menschen des Islams hier in der Schweiz auseinandersetzen, würden Sie merken, dass es diesen Leuten fern liegt, ihren Glauben in der Schweiz zu verbreiten. Sie wollen lediglich ein Lokal, wo sie sich austauschen und ihre Religion leben können. Ich weiss nicht, was daran bedrohlich sein soll.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen