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Der erste fixe «Blechpolizist» im Aargau hatte viel zu tun in seiner ersten Arbeitswoche
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 10.07.2020.
abspielen. Laufzeit 02:59 Minuten.
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Gut für Sicherheit und Kasse Der erste stationäre Blitzer in Baden lohnt sich doppelt

Der erste fixe Blitzer im Kanton: Die Diskussionen waren lang, laut und heftig: Geht es um Schikane oder um Verkehrssicherheit? Der erste fix montierte Radar-Kasten im Kanton Aargau, an der vielbefahrenen Bruggerstrasse in der Stadt Baden, sorgte für Debatten über die Stadtgrenzen hinaus und sogar für juristische Streitereien. Seit einer Woche nun ist der Kasten in Betrieb. Und eine erste Bilanz zeigt: Die Installation lohnt sich wohl doch – in doppelter Hinsicht.

Hochbetrieb in der ersten Woche: Über 300 Mal hat der «Blechpolizist» an der Kreuzung Gstühl bisher bereits geblitzt. In nur gerade acht Tagen. Das entspricht rund 40 Blitzen pro Tag. Und dies, obwohl aufgrund der intensiven Medienberichterstattung der eine oder andere Autofahrer wohl informiert gewesen ist über die Installation der Anlage.

Natürlich sind diese Zahlen noch nicht sehr aussagekräftig. Die Stadtpolizei Baden hat diese erste Statistik nach eigenen Angaben auch nur deshalb veröffentlicht, weil viele Medienschaffende danach gefragt hätten.

Radarkasten an Kreuzung
Legende: An dieser Kreuzung in Baden wird zum ersten Mal im Aargau stationär geblitzt. SRF/Stefan Brand

Die Statistik im Detail: 260 Mal stellte der fixe Blitzer bisher zu hohes Tempo fest. Ein Autofahrer war dabei mit 76 Kilometern pro Stunde unterwegs, wie es in der Mitteilung heisst. Es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50.

59 Mal blitzte der Kasten, weil jemand das Rotlichtsignal an der Kreuzung missachtete. Die Statistik bezieht sich auf die einzelnen Vergehen – nicht aber auf die Anzahl betroffener Fahrzeuge. Denn einige Autofahrer wurden quasi doppelt gezählt: Sie beschleunigten vor dem Rotlicht und fuhren dann mit übersetzter Geschwindigkeit über das Rotsignal.

Ja, es rentiert für die Stadt...

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Die Kantonsregierung hatte sich in einer Stellungnahme dafür ausgesprochen, reine Rotlicht-Blitzer per Gesetz zu verbieten (auf Kantonsstrassen). Radargeräte zur Messung der Geschwindigkeit hingegen seien für die Verkehrssicherheit wichtig, so die Regierung. Der neue Blitzer in Baden hat vor allem zu schnelle Autofahrerinnen und Autofahrer geblitzt.

Klar ist aber auch: Die neue Anlage lohnt sich finanziell für die Stadt. Wenn man bei jeder Rotlicht-Missachtung mit einer Busse von 250 Franken rechnet und bei jeder Geschwindigkeitsübertretung mit mindestens 40 Franken, dann ergibt dies bereits für die erste Betriebswoche Einnahmen von rund 25'000 Franken. Hochgerechnet auf ein Jahr wären es über eine Million.

Was die Statistik bedeutet: Die Frage, ob ein «Blitzer» reine Schikane von Autofahrerinnen und Autofahrern sei, ist nun ein Stück weit beantwortet. Immerhin werden auf der Bruggerstrasse in Baden täglich rund knapp 40 Verstösse gegen die Verkehrsregeln registriert, mehr als gemeinhin erwartet. Damit dürfte die Debatte über fest installierte Radarfallen neuen Auftrieb erhalten. Selbst im Aargau, der sich traditionell schwer tut mit dieser Art der Verkehrskontrolle.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 17:30 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Florian Bischoff  (f.bischoff)
    Bravo! Geschwindigkeitsübertretungen sind keine Kavaliersdelikte, sondern Missachtung der Gesetzgebung. Interessant ist dass gewisse Kreise die sonst sehr auf die Gesetzgebung setzen , hier die Einschränkung der persönlichen Freiheit kritisieren.
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    1. Antwort von Nicola Meiler  (/\)
      "Geschwindigkeitsübertretungen sind keine Kavaliersdelikte, sondern Missachtung der Gesetzgebung"

      Können Sie mir den Unterschied erklären?

      Und übrigends, feste Blitzer dienen Primär als Geldeintreibung, fast jeder Raser weiss wo solche stehen, es trifft nur die unwissenden.
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