Stadtrat Olten Jugendarbeit wird vorerst provisorisch weitergeführt

Provisorium 8 offen oder geschlossen? Hat die Stadt überhaupt noch eine Jugendarbeit? Diese Fragen kamen dem Stadtrat in letzter Zeit aus der Politik zu Ohren. Am Montag nun der Entscheid der Regierung: Die Jugendarbeit läuft noch, allerdings provisorisch. Ab Ende Sommer gilt ein neues Konzept.

Blick in einen Eventraum mit schummrigem Licht und Tischfussball-Kasten Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Jugendhaus in Olten bleibt - aber es muss mit viel weniger Geld auskommen im nächsten Jahr. zvg/Provisorium 8

Die Vorgeschichte: Weil es Olten finanziell schlecht geht, wurde auch der Jugendarbeit Geld gestrichen. Die Situation eskalierte im September 2016. Der Trägerverein des Jugendhauses Provisorium 8 kündigte damals die Zusammenarbeit mit der Stadt auf. Der Stadtrat versprach, die Jugendarbeit weiterzuführen.

Sorgen in der Politik: Die neue politische Gruppierung Olten jetzt! stellte dem Stadtrat Anfang Jahr diverse Fragen. Unter anderem wollte sie wissen, ob Olten momentan überhaupt noch eine Jugendarbeit habe und wie es mit diesem Aufgabenbereich weitergehe. «Was gedenkt die Stadt kurzfristig zu unternehmen, damit in der Stadt Olten wieder eine funktionierende Jugendarbeit aufgestellt wird?», so eine der Fragen von Olten jetzt!

Entscheid des Stadtrates: Am Montag gab die Stadtregierung bekannt:

  • Im Jugendkulturhaus Provisorium 8 finden weiterhin Veranstaltungen statt. Der Buchungsstand für den grossen Eventraum sei gut.
  • Der Jugendtreff wird nach den Sportferien wieder in Betrieb sein.
  • Für den Übergangsbetrieb gibt es eine fachliche Leitung. Es handelt sich dabei um den Schulsozialarbeiter Philipp Gemperle.
  • Für die operativen Leistungen (Technik, Leitung Jugendtreff) stellt man Freelancer an im Stundenlohn.
  • Der Übergangsbetrieb läuft bis Ende August 2017. Ab dann gilt ein Konzept, in dem der Begriff der Jugendarbeit weiter gefasst sein soll.
  • Zur städtischen Jugendarbeit sollen nicht nur das Jugendkulturhaus gehören, sondern auch andere Institutionen.