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Legende: Audio Auch die Solothurner Polizei kämpft vor allem gegen internationale Betrügereien abspielen. Laufzeit 03:06 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 26.03.2019.
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Kriminalstatistik 2018 Arbeitet die Solothurner Polizei so gut wie noch nie?

  • Im Jahr 2018 wurden im Kanton Solothurn 17'215 Straftaten registriert. Das sind 2.5 Prozent weniger als im Vorjahr.
  • Trotz wachsender Bevölkerung sinkt die Zahl der Straftaten seit 2012, wie die am Dienstag präsentierte Kriminalstatistik zeigt.
  • Die Polizei konnte 41 Prozent aller Straftaten im Bereich Strafgesetzbuch klären. Diese Quote ist so hoch wie noch nie, heisst es bei der Polizei Kanton Solothurn.
  • Allerdings: Die Polizei hat klare Schwerpunkte gesetzt. Im Bereich Menschenhandel wurden weniger Delikte registriert, weil die Polizei ihre aufwändigen Ermittlungen in diesem Bereich zurückgefahren hat.

Auch wenn es vielleicht unlogisch klingt: Besonders bei schweren Straftaten gegen Leib und Leben oder Sexualdelikte sind für die Polizei einfacher zu klären. Häufig kennen die Opfer nämlich ihre Täter, heisst es im Bericht zur Solothurner Kriminalstatistik 2018. Über 90 Prozent der Delikte gegen Leib und Leben und fast 84 Prozent der Sexualdelikte werden aufgeklärt.

Legende:
Straftaten nach StGB im Kanton Solothurn 2018 Am häufigsten wurden im Kanton Solothurn Vermögensdelikte verübt. Darunter gehören zum Beispiel Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Raub, Betrug und Konkursdelikte. Das häufigste Delikt im Bereich «Leib und Leben» ist die einfache Körperverletzung. Zu den Delikten «gegen die Freiheit» gehören Drohung, Nötigung, Menschenhandel und vor allem Hausfriedensbruch (ohne Diebstahl). BFS Bundesamt für Statistik, Polizeiliche Kriminalstatistik 2018

Viel weniger Erfolg hat die Polizei bei Vermögensdelikten, vor allem bei Diebstahl und Sachbeschädigung. In diesem Bereich liegt die Aufklärungsquote nur bei knapp 25 Prozent – nur ein Viertel der Fälle wird also geklärt.

Viel weniger Menschenhandel?

Auffallend in der Kriminalstatistik 2018: Im Bereich Menschenhandel ging die Zahl der registrierte Straftaten um fast einen Drittel zurück. 13 Fälle wurden ermittelt. Die Polizei relativiert allerdings gleich selber: Gerade beim Menschenhandel handle es sich um «klassische Holkriminalität». Das bedeutet: Es gibt selten Anzeigen von Drittpersonen, die Polizei muss von sich aus Ermittlungen aufnehmen.

Dies habe man «im Rahmen der notwendigen Prioritätensetzung» weniger gemacht, heisst es im Bericht. Ermittlungen zu Menschenhandel gestalten sich in der Regel sehr aufwändig. Die Polizei hat sich also auf «einfachere Fälle» konzentriert, was vielleicht zur hohen Aufklärungsquote insgesamt beigetragen hat.

Legende: Video Kriminalstatistik: Internet-Straftaten nehmen zu abspielen. Laufzeit 02:22 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.03.2019.

Rekordtief bei Einbrüchen

Auch im Kanton Solothurn geht die Zahl der Einbrüche stark zurück. 1167 Einbruchdiebstähle wurden im letzten Jahr registriert. Das ist die tiefste Zahl seit 1992, seit die Zahlen wie heute erfasst werden. Ein Rekordwert also. Die Polizei Kanton Solothurn führt diese positive Entwicklung auf einen «gezielten Mitteleinsatz» zurück, aber auch auf eine allgemeine Entwicklung in der übrigen Schweiz.

Legende:
Straftaten im Kanton Solothurn 2012-2018 Die Zahl der registrierten Straftaten geht seit 2012 relativ kontinuierlich zurück. Etwas volatiler ist die Situation bei den Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Auch Verstösse gegen das Ausländergesetz (zum Beispiel rechtswidrige Einreise oder Aufenthalt, illegale Erwerbstätigkeit bzw. Beschäftigung von Ausländern ohne Bewilligung oder Verletzung der An- und Abmeldepflicht) sind rückläufig. BFS Bundesamt für Statistik, Polizeiliche Kriminalstatistik 2018

Stark angestiegen sind hingegen Betrugs- und Erpressungsstraftaten. Auch dies entspricht der nationalen Entwicklung. Denn dabei handelt es sich vor allem um Internet-Kriminalität. Die Polizei geht denn auch davon aus, dass in den nächsten Jahren diese Form der Kriminalität weiter zunehmen wird.

Zudem würden sich die Ermittlungen bei den häufig international agierenden Tätern schwierig gestalten. Die Polizei will sich deshalb auf Prävention konzentrieren, da ein grosser Teil der Delikte «relativ einfach zu vermeiden» sei.

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