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Leuthard-Nachfolge Ruth Humbel will nicht Bundesrätin werden

Eine Frau im Nationalrat am Rednerpult.
Legende: Ihr wurden durchaus Chancen eingeräumt: Nun verzichtet Ruth Humbel aber auf eine Bundesratskandidatur. Keystone
  • Ruth Humbel nimmt sich aus dem Rennen um die Nachfolge von Doris Leuthard: Sie verzichtet auf eine Bundesratskandidatur, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt.
  • Ihr fehle «das notwendige innere Feuer und das bedingungslose Streben nach dem höchsten politischen Amt», bestätigt sie gegenüber SRF.

Es ehre einen, wenn der politische Leistungsausweis gewürdigt werde und für eine mögliche Bundesratskandidatur qualifiziere, so die 61-jährige Gesundheits- und Sozialpolitikerin weiter.

Trotzdem habe sie sich «nach reiflicher Überlegung und in Absprache mit der CVP Aargau» entschlossen, nicht für eine Bundesratskandidatur zur Verfügung zu stehen. Sie habe grossen Respekt vor diesem Amt, bei dem man unter ständiger Beobachtung stehe und das Privatleben kaum noch Platz finde.

Mögliche Präsidentin der SGK

Humbel könnte bei einer Wiederwahl als Nationalrätin das Präsidium der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) übernehmen. «Da stehen wichtige Vorlagen im Gesundheitswesen und bei der Altersvorsorge an und ich freue mich da noch mitwirken zu können», sagt Humbel im Interview mit SRF.

Ruth Humbel sitzt seit 2003 für die CVP im Nationalrat. Davor war die Gesundheitspolitikerin zwischen 1981 und 2003 im Grossen Rat des Kantons Aargau tätig. Sie sitzt im Verwaltungsrat der Krankenkasse Concordia, der RehaClinic AG, Bad Zurzach und der Klinik Villa im Park in Rothrist.

Humbel tritt 2019 nochmals an

Bei den Nationalratswahlen 2019 will sie wieder antreten. Bei den letzten nationalen Wahlen kandidierte sie auch für den Ständerat, wurde aber nicht gewählt. Eine bittere Niederlage musste sie 2013 einstecken, als sie überraschend und ohne Ankündigung vom Aargauer Grossen Rat nicht mehr in den Bankrat der Aargauischen Kantonalbank gewählt wurde.

Ruth Humbel war langjährige Spitzenläuferin im Orientierungslauf und von 1975 bis 1987 Mitglied im Schweizer Nationalkader. Sie nahm an sieben Weltmeisterschaften teil und gewann dabei dreimal Bronze mit der Staffel. Fünf Mal war sie Schweizer Meisterin im Einzel-Orientierungslauf.

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