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Warten oder mit dem Bus, weil der Zug nicht fährt
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 26.08.2020.
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Lokführermangel Im Aargau fallen Zugsverbindungen aus

  • Erst ab dem Fahrplanwechsel im Dezember kann die SBB im Aargau wieder das ganze bestellte Bahnangebot fahren. Vorher fallen weitere Verbindungen aus.
  • Die Aargauer Regierung zeigt sich enttäuscht. Die Intervention bei der SBB habe nichts genützt.
  • Man nehme den Wegfall direkter Verbindungen und zum Teil «massive Reisezeitverlängerungen» enttäuscht zur Kenntnis. Die Regierung verlangt Ersatzmassnahmen.
  • Die SBB können die S-Bahn-Verbindungen S28, S29 und S42 nicht wie abgemacht fahren. Der Interregio Basel-Zürich fährt nicht mehr im Halbstundentakt.

Weil der SBB Lokführer fehlen, fällt etwa die S42 zwischen Muri und Zürich bis am 4. Oktober ganz aus. Danach gibt es bis zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember täglich eine Verbindung pro Richtung, wie die SBB mitteilt.

Auf der Strecke der S28 Zofingen-Suhr-Lenzburg («Nazeli») werden die Züge ab dem 7. September bis zum Fahrplanwechsel durch Busse ersetzt. Die Reise dauert damit eine halbe Stunde länger.

Die S29 Sursee-Turgi (via Olten) fährt ab dem 10. Oktober bis Fahrplanwechsel nur unter der Woche. Zwischen Zofingen und Sursee fahren Ersatzbusse. Und auf der Strecke Basel-Frick-Brugg-Baden-Zürich(-Zürich Flughafen) fällt der Halbstundentakt aus.

Sofort ändern, wenn es nicht funktioniert

Vor zwei Wochen habe sie bei der SBB-Leitung deswegen interveniert, schreibt die Aargauer Regierung. Sie sei mit dem Ausfall von Verbindungen und zum Teil «massiv» längeren Reisezeiten nicht zufrieden. Pendlerinnen und Pendler kämen damit nicht mehr so gut zur Arbeit, was sehr unbefriedigend sei. Die gute Erreichbarkeit sei ein wichtiger Standortfaktor für den Aargau.

Der Regierungsrat erwartet von der SBB, dass sie sofort reagiert, falls die Ersatzangebote nicht wie geplant funktionieren. Zudem müsse die Bahn dafür sorgen, dass es nicht mehr zu Ausfällen wegen zu wenigen Lokführern kommt. Die bestellten Leistungen seien künftig «in vollem Umfang und in der bestellten Qualität zu erbringen». Schliesslich habe der Kanton extra Geld gesprochen, damit die nun reduzierten Strecken ab dem Fahrplanwechsel ausgebaut werden.

Auch im Kanton Solothurn gibt es bis im Dezember einen Abstrich wegen zu wenig Lokpersonal. Die Züge der S9, das «Läufelfingerli» zwischen Olten und Sissach, werden durch Busse ersetzt. Bereits im letzten Herbst fuhren auf dieser Strecke kurzfristig keine Züge, weil die SBB die Lokführer anderweitig einsetzte.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 26.8.2020, 12:03 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Constantin Rupp  (Constantin Rupp)
    Laut Artikel 11, Abs. 4 der Fahrplanverordnung (FPV) in der Fassung vom 01.07.2020 hätten die SBB die Fahrplanänderungen mindestens zwei Wochen vorher einem möglichst grossen Kundenkreis bekannt geben müssen. An der Medienkonferenz am 26.08.2020 war es hierfür schon zu spät. Auch die SBB sind an geltendes Recht gebunden.
  • Kommentar von Jacqueline Gerber  (Tellerwascher)
    Leider kann man Lokführer nicht einfach in 2 Wochen ausbilden und da man vor allem Büroleute will bei den SBB, hat man auch bei der Ausbildung geschlafen. Und gute Löhne bezahlt man auch nur den Büroleuten, nicht denen auf der "Fläche".....
    1. Antwort von Marta Zaugg  (m_zaugg)
      Sie können schon fordern. Ist aber auch nicht so einfach, Leute zu finden, die einen Job machen wollen respektive sich dafür ausbilden lassen, nur um dann in einem Jahrzehnt oder früher 'wegautomatisiert' zu werden.