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Legende: Audio So soll sich der öffentliche Verkehr im Aargau entwickeln. abspielen. Laufzeit 02:25 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 12.07.2019.
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ÖV im Aargau Weichen stellen für die Zukunft

Der Bericht: Das Aargauer Verkehrsdepartement hat das «Mehrjahresprogramm ÖV 2020» veröffentlicht. Darin wird aufgezeigt, wie sich der öffentliche Verkehr im Aargau in den nächsten fünf bis zehn Jahren entwickeln soll. Es gibt ausserdem grobe Leitlinien für die Zeit nach 2030 vor.

Keine grossen Änderungen: Der Bericht zeigt, dass in den nächsten fünf Jahren zwei Verbesserungen auf die ÖV-Nutzer zukommen:

  • Auf Dezember 2020 wird ein Halbstundentakt auf der Linie Zofingen-Olten-Aarau-Brugg-Turgi eingeführt.
  • Bis ins Jahr 2025 wird auch auf der S-Bahn-Linie Aarau-Lenzburg-Killwangen-Spreitenbach-Zürich HB ganztägig der Halbstundentakt eingeführt.

Dazu kommen kleinere Anpassungen und diverse Umbauten von Bahnhöfen, beispielsweise in Wohlen oder Frick. Grösster Brocken bei den Bahnhöfen ist aber sicher der geplante Umbau des Bahnhofs Lenzburg.

Bahnhof
Legende: Viertelstundentakt geplant: Ab Baden (Bild) nach Aarau und nach Zürich HB soll künftig alle 15 Minuten ein Zug fahren. Keystone

Längerfristige Perspektive: Im Bericht wird auch skizziert, wie sich der öffentliche Verkehr über das Jahr 2030 entwickeln soll. Dabei spielt das Programm STEP 2035 des Bundes eine grosse Rolle. Dieses fokussiert vor allem auf Schnellzugverbindungen. Im Aargau sind unter anderem geplant:

  • Viertelstundentakt Zürich HB-Baden-Brugg
  • Viertelstundentakt Zürich-Lenzburg-Aarau
  • Viertelstundentakt Baden-Brugg-Aarau
  • Viertelstundentakt S-Bahn Wohlen-Lenzburg

Allerdings haben diese Änderungen grossen Einfluss auf den Fahrplan, der total neu geplant werden muss. Weil viel mehr Züge auf den Hauptverkehrsstrecken unterwegs sein sollen, bleibt beispielsweise kein Platz für eine direkte S-Bahn von Muri nach Zürich.

Auch die stündliche Direktverbindung Baden-Bern würde gemäss ersten Plänen wegfallen. Hier sei man im Gespräch mit dem Bund, versichert Reto Kobi, Projektleiter beim Aargauer Verkehrsdepartement.

Höhere Billetpreise zeigen Wirkung

Die Kostendeckung des öffentlichen Verkehrs im Kanton Aargau war im letzten Jahr so gut wie noch nie. Die Kostendeckung zeigt den Grad der Selbstfinanzierung des öffentlichen Verkehrs. Dieser Wert lag 2018 bei 52 Prozent. 2008 lag er noch bei 42 Prozent.

Zwei Hauptgründe haben zu dieser starken Steigerung geführt. Zum einen die Bevölkerungsentwicklung, die dazu führte, dass immer mehr Menschen den ÖV benutzen und zum anderen die Steigerung bei den Billetpreisen, beispielsweise bei der A-Welle.

Höhere Billetpreise waren eine Forderung, die im Rahmen vergangener Sparprogramme beim Kanton Aargau umgesetzt wurde. Für die Jahre 2020 und 2021 seien nun aber keine Preiserhöhungen geplant, sagt Reto Kobi, Abteilungsleiter öffentlicher Verkehr beim Kanton Aargau.

Buslinien bleiben: Bei früheren Spardebatten stand auch das Busangebot im Fokus. Vor allem in ländlicheren Regionen ist das Angebot teuer und wird nur wenig genutzt. Sparmassnahmen seien hier aber vorerst keine geplant, sagt Reto Kobi. Ein Basisangebot bleibe überall erhalten.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Wenn bei einem Ausbau des Angebots auf der Schiene in den ländlichen Entwicklungsachsen auf alle Zugshalte Busanschlüsse hergestellt werden müssten, würde das unverhältnismässig teuer. Hier sind Alternativen in Form von P+R sowie Ruftaxis vorzusehen. Abend- und Nachtangebote sollen weiterhin kostendeckend betrieben werden.
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