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Prognose des Bundesrates Bahnausbau 2035 führt zu höheren Billettpreisen

Mehr Züge, mehr Verbindungen für die Schweiz. Was der Bundesrat gestern vorstellte, tönt gut für die Bahnkunden. Die Ausbauten ziehen aber hohe Betriebskosten nach sich. Der Bund rechnet mit weniger Gewinn bei den Bahnen und mit Tariferhöhungen.

Legende: Video Höhere Billettepreise wegen Ausbau abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Aus News-Clip vom 01.11.2018.

Die Ausbauten für knapp 12 Milliarden Franken seien unumgänglich, sagt der Bundesrat. Bis 2040 rechnet die Regierung mit einem Anstieg des Verkehrs von über 50 Prozent. Laut der Botschaft des Bundesrates bedeutet der Bahnausbau aber auch höhere Betriebskosten. Im Regionalverkehr entstehen Mehrkosten von 45 bis 60 Millionen Franken im Jahr und im Fernverkehr wird der Gewinn um 40 Millionen zurückgehen.

Reto von Salis plant bei der SBB den Ausbauschritt 2035. Die höheren Betriebskosten seien eine grosse Herausforderung. «Uns geht es darum, dass das Ergebnis am Schluss stimmt», sagt Salis. Die SBB hofft, dass sie viel mehr Passagiere transportieren und über mehr verkaufte Tickets die höheren Betriebskosten decken kann.

Tariferhöhungen von 3 bis 5 Prozent

Doch der Bundesrat ist weniger optimistisch. Im Zeitraum von 2025 bis 2035 seien Tariferhöhungen von 3 bis 5 Prozent notwendig. Nur so könne man ein ausgeglichenes Betriebsergebnis im Fern- und Regionalverkehr ohne zusätzliche Effizienzsteigerung erzielen.

Der Direktor des Verbands öffentlicher Verkehr, Ueli Stückelberger, hofft, dass es der Bahn gelingen wird, Kosten zu optimieren, günstiger zu fahren. «Wir setzen uns ein, dass der öffentliche Verkehr bezahlbar bleibt», verspricht Stückelberger.

Die Anbieter im öffentlichen Verkehr wollen möglichst wenig Kosten auf die Pendler überwälzen. Doch ohne Tariferhöhungen ist der Betrieb des Bahnnetzes der Zukunft wohl nicht finanzierbar.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Anna Niederhauser (AnNi)
    Und einmal mehr sind wir am jammern. Alles ist zu teuer, die anderen sind schuld, ich verzichte auf gar nichts. Das GA kostet mich ca 12.--/ Tag. Manchmal verpasse ich einen Anschluss. Das ist ärgerlich. Mehrheitlich komme ich +/- 5 Min pünktlich an mein Ziel. Das Auto kostet mich 500.--/Monat. Manchmal stehe ich im Stau. Ich bin flexibel. Mehrheitlich alleine unterwegs. Was ist besser? Was ist teurer? Die Frage ist doch, welcher Luxus ist mir wieviel wert? Unser Gejammer nervt!!!
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  • Kommentar von Ueli Lang (Wochenaufenthalter)
    Die knappe Milliarde für den Ausbau des Lötschbergs lässt sich ohne Problem sparen. Faktisch handelt es sich um eine Subvention zugunsten der bereits hochsubventionierten Kantone Bern und Wallis! Für den Normalbahnbenutzer bringt die Lötschbergbasiserweiterung rein gar nichts!
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Was passiert, wenn der Investitionsstau einer explodierenden Nachfrage und aufgeschobenen Investitionen einmal hinterherhinkt, kann man sich -zwar auf die Strassen bezogen, aber die Effekte sind dieselben- in der gestrigen Sendung "kontraste" der ARD vor Augen führen: https://bit.ly/2QdrzVr ab Minute 16:40. Kollaps der Infrastruktur, kaum mehr zu finanzierenden, ein Teufelskreis, aus dem nan nie mehr herauskommt. Ausser man würde das Wachstum stoppen.
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