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Regierung sagt Nein Der Aargau will kein Bundesasylzentrum

  • Im Rahmen der Neustrukturierung des Asylbereichs schafft der Bund schweizweit sechs Asylregionen mit insgesamt 5'000 Plätzen in Bundesasylzentren.
  • In der Region Nordwestschweiz (AG, SO, BS, BL) sind 840 Plätze geplant. Bereits sicher ist, dass es in den Kantonen Basel-Stadt und Solothurn Bundesasylzentren mit 600 Plätzen geben wird.
  • Die Aargauer Regierung winkt jetzt ab. Sie will keine Bundes-Unterkunft. Die finanziellen Risiken sind ihr zu hoch.
Zwei Männer spielen an einem Tisch das Spiel Vier gewinnt.
Legende: Blick ins Bundesasylzentrum Losone. Keystone / Symbolbild

Die Grünen hatten im Aargauer Kantonsparlament im September 2016 mit einer Motion die Schaffung eines Bundesasylzentrums im Aargau gefordert. Der Regierungsrat lehnte die Motion damals ab, beziehungsweise nahm sie als Postulat entgegen, um genauere Abklärungen zu treffen.

Das hat die Regierung jetzt getan und kommt zum Schluss: Die Nachteile eines Bundesasylzentrums überwiegen die Vorteile. Sie bemühe sich deshalb nicht um ein solches Zentrum, teilte die Regierung am Freitag mit.

Finanzielle Risiken

Die Risiken durch die Zuständigkeit und den finanziellen Mehraufwand für den Vollzug sämtlicher Wegweisungen falle stärker ins Gewicht als die zu erwartende Entlastung durch die geringere Zahl von Asylsuchenden, begründet die Regierung.

Anders als der Aargau, hat der Kanton Basel-Landschaft gegenüber dem Bund sein Interesse bekundet an einem Bundesasylzentrum für die restlichen 240 Plätze, die es in der Asylregion Nordwestschweiz noch braucht.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Warum immer mehr Asylzentren bauen? Der Bund gibt für die Migration immer mehr aus, obwohl die Zahl der Asylgesuche sinken. Die Lage im Asylwesen hat sich entspannt. Dennoch steigen die Ausgaben des Bundes für die Migration im Jahr 2018 auf rund zwei Milliarden Franken. Innert zehn Jahren haben sich die Kosten verdoppelt. Die Sozialhilfekosten schnellen immer mehr in die Höhe, wenn die Erwerbsquote so tief bleibt. Wenn das so weiter geht, wird es den Steuerzahler immer mehr kosten.
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      A.Keller wo bleibt da die Logik Frau Sommaruga erzählt uns lauthals die Asylanträge seien zurück gegangen und zeitgleich sollen mehr Unterkünfte erstellt werden? Führt man uns an der Nase herum und gibt uns falsche Daten zur Beruhigung... wer erklärt mir das bitte
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