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Spreitenbacher Gemeindepräsident soll entlastet werden
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 30.07.2020.
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Spreitenbach erfindet sich neu 12'000 Einwohner ohne Oberhaupt

  • Eine der grössten Gemeinden im Aargau bleibt längere Zeit ohne Gemeindepräsident.
  • Erst im März 2021 ist in Spreitenbach eine Ersatzwahl vorgesehen.
  • Zuerst soll die Verwaltung reformiert werden, haben die verbleibenden vier Gemeinderäte beschlossen.
  • Unter anderem soll ein Profi-Verwaltungsleiter angestellt werden.

Nur 22 Tage war er im Amt, dann ist am 10. Juni der neugewählte Gemeindepräsident von Spreitenbach auch schon wieder zurückgetreten. Den «Schutz meiner Gesundheit» gab Marcel Lang als Grund für seinen Blitz-Rücktritt an.

Nun ist die 12'000 Einwohner grosse Gemeinde im boomenden Limmattal zwar nicht ganz führungslos, aber immerhin ohne Gemeindepräsidenten. Und das soll noch eine Weile so bleiben, teilten die verbleibenden Gemeinderäte am Mittwochabend mit. Eine Ersatzwahl sei erst im März 2021 vorgesehen.

Dem Neuen soll klar sein, worauf er sich einlässt

Bevor die Spreitenbacher ihr neues Oberhaupt wählen dürfen, sollen zuerst der Gemeinderat und die Verwaltung neu organisiert werden. Grund für die Reform sei vor allem, dass das aktuelle System nicht mehr zu einer Gemeinde mit 12'000 Einwohnern passe, sagt Vize-Gemeindepräsident Markus Mötteli. Es brauche eine Professionalisierung.

Im Moment ist der Gemeindepräsident auch Verwaltungsleiter und Personalchef. Dass der Leiter von 150 Gemeindeangestellten vom Volk gewählt werde, erscheine aber nicht mehr zeitgemäss und sachgerecht, findet der Spreitenbacher Gemeinderat.

Gemeindepräsident wird «entmachtet»

«Mit der Einsetzung eines Verwaltungsleiters auf Anstellungsbasis können die Schwachpunkte des bisherigen Systems behoben werden», glauben die Gemeinderäte. Anders als heute gebe es künftig ein klares Anforderungsprofil für diese komplexe Aufgabe.

Der Gesamtbetrieb der 12'000-Einwohner-Gemeinde soll also künftig von einem angestellten Verwaltungs-Chef geführt werden. Und der Gemeindepräsident? Er wird vor allem noch Repräsentations-Pflichten haben und sich um den Austausch mit Nachbargemeinden und Institutionen kümmern.

Kein 100-Prozent-Job mehr?

«Spreitenbach wächst stark, ist ein Entwicklungsschwerpunkt von kantonaler Bedeutung und wird durch die Limmattalbahn erschlossen. In dieser Entwicklung ist der Gemeindepräsident stark auf strategischer Ebene gefordert», begründet Markus Mötteli den Vorschlag. Es sei möglich, dass das Gemeindepräsidium mit der neuen Organisation kein Vollamt mehr sein werde. Dies werde man aber zu gegebener Zeit analysieren.

Ob die Verwaltung wirklich reformiert wird, und was demnach ein Gemeindepräsident oder eine Gemeindepräsidentin noch zu tun haben wird, das entscheidet die Gemeindeversammlung im Dezember. Gewählt werden soll ein neuer Häuptling erst, wenn wirklich klar ist, worauf er sich einlässt.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 12:03 Uhr;

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