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Gastrobranche steckt zwischen Euphorie und Sorgen, sagt der oberste Aargauer Wirt Bruno Lustenberger
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 08.05.2020.
abspielen. Laufzeit 11:40 Minuten.
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Wiedereröffnung Restaurants «Ich bin sehr zuversichtlich, wir müssen das packen»

Ab Montag, 11. Mai dürfen in der Schweiz die Restaurants wieder Gäste empfangen. Allerdings nur unter strengen Regeln: Unter anderem dürfen an einem Tisch höchstens vier Gäste sitzen, zwischen den Tischen braucht es einen Abstand von zwei Metern und die Gästegruppen dürfen sich nicht vermischen. Bruno Lustenberger, Präsident des Branchenverbands «Gastro Aargau», freut sich auf den Start, trotz allen Auflagen.

Bruno Lustenberger

Bruno Lustenberger

Präsident Gastro Aargau

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Bruno Lustenberger ist als Präsident des Gastronomie-Verbands «Gastro Aargau» der höchste Aargauer Wirt. Er betreibt das Hotel Krone in Aarburg.

SRF News: Es gab viel Kritik an den strengen Regeln für die Restaurants. Es gibt auch Wirte, die unter diesen Umständen ihre Restaurants nicht öffnen werden. Wie viele Restaurants werden im Aargau am 11. Mai öffnen?

Bruno Lustenberger: Die meisten werden öffnen, das ist sicher. Schwierig ist dies für ganz kleine Betriebe, wenn jemand zum Beispiel 20 Plätze hat und nun nur noch acht besetzen kann. In einer solchen Situation muss man sich überlegen, ob es sich lohnt. Man kann ja nicht einen halben Mitarbeiter beschäftigen. Schwierig wird es aber auch für sehr grosse Betriebe, die auf eine sehr gute Auslastung angewiesen sind.

Wie ist die Stimmung unter den Aargauer Wirten?

Die Stimmung ist gut. Man freut sich, dass die Restaurants wieder geöffnet werden dürfen. Man ist sogar euphorisch!

Wir schauen, dass es für den Gast trotz allem ein Erlebnis gibt – und das ist auch möglich.
Autor: Bruno LustenbergerPräsident Gastro Aargau

Finanziell geht es nicht allen Restaurants gut. Sie selber haben zu Beginn der Krise geschätzt, dass jedes vierte Aargauer Restaurant die Pandemie nicht überleben werde.

Die meisten Restaurants werden am 11. Mai öffnen. Die grosse Herausforderung kommt aber erst in ein paar Monaten. Die Rechnungen aus der Zeit, als die Restaurants geschlossen bleiben mussten, Strom, Mieten, die kommen erst dann. Erst Ende Jahr kann man sagen wie es aussieht. Leider werden nicht alle Restaurants überleben.

Was wird bleiben von dieser Zeit der Corona-Pandemie?

Im Bereich Hygienestandards werden wir sicher besser werden. Wir werden auch regionaler werden bei Lebensmitteln, Produkten oder Getränken. Das ist eine gute Entwicklung. Es muss nicht jeder Wein rund um die Welt geflogen werden, bis er bei uns im Glas landet.

Was erwartet Gäste in Aargauer Restaurants ab Montag: Ein strenges Regime oder eine grosse Party, weil die Restaurants endlich wieder offen sind?

Wir hoffen, dass es sich möglichst wie vorher abspielt. Wir wollen die Massnahmen einhalten, aber den Gast als Gast empfangen und Gast sein lassen. Wir wollen sicher nicht Polizei spielen, sondern dafür schauen, dass es für den Gast trotz allem ein Erlebnis gibt – und das ist auch möglich.

Die Umsetzung der Regeln für die Wiedereröffnung fordert auch Kreativität von den Wirten. Was sind Ihnen für besonders kreative Aargauer Lösungen bekannt?

Da gibt es wirklich sehr kreative Lösungen: Ein Restaurantbetreiber will ein Förderband installieren, ein anderer will die Speisen mit Backschaufeln servieren, damit man den Gästen nicht zu nahe kommt. Daneben gibt es auch Restaurants, die neues Mobiliar angeschafft haben, um flexibler zu sein bei der Einrichtung. Es gibt sehr gute Ideen.

Werden die Aargauer Restaurants Gäste mit Masken empfangen?

Nein. Ich vermute, wir werden praktisch keine Masken sehen. In einem Restaurant will man nicht mit einer Maske bedient werden. Wichtig ist, dass das Personal Distanz zu den Gästen hat, aber Masken brauchen wir nicht.

Das Gespräch führte Barbara Mathys.

Regionaljournal Aargau Solothurn, 12:03 Uhr;

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