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Hohe Chlorothalonil-Rückstände haben in Wohlen Folgen
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 22.08.2019.
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Zu viel Chlorothalonil Wohler Pumpwerk bleibt wegen Gift im Trinkwasser vorläufig zu

Die Zukunft des Grundwasserwerks Eichholz ist ungewiss. Der Chlorothalonil-Grenzwert wurde stark überschritten.

Das Wohler Grundwasser-Pumpwerk Eichholz steht mitten in einer Landwirtschaftszone, wo Bauern intensiv ihre Felder bewirtschaften. Im Pumpwerk wurden in den vergangenen Wochen so hohe Rückstände des Pflanzenschutzmittels Chlorothanolil gefunden, dass die Gemeinde das Werk sofort abstellte.

Nun ist klar, dass das Pumpwerk längere Zeit kein Wasser mehr fördern kann. «Wir gehen davon aus, dass wir sicher dieses und nächstes Jahr das Grundwasser-Pumpwerk nicht mehr ans Netz anschliessen», sagt Peter Lehmann, Chef der Industriellen Betriebe Wohlen ibw.

Chlorothalonil

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Seit den 1970er-Jahren wird Chlorothalonil von den Schweizer Bauern auf den Feldern eingesetzt. Von den Feldern gelangt es dann ins Grund- und Trinkwasser. Seit Ende Juli 2019 gelten aber strenge Höchstwerte für die Konzentration im Trinkwasser – das Mittel sei potentiell krebserregend.

Das Pumpwerk schliessen sei derzeit nicht nötig, so Lehmann. Die Chlorothalonil-Rückstände müssten aber deutlich sinken, damit die Industriellen Betriebe das Wasser aus dem Eichholz wiederverwenden könnten. «Die Grundwasserfassung kann man weiter betreiben, wenn man den Landwirten grössere Auflagen macht.»

Derzeit laufen auf Bundesebene Diskussionen rund um Pestizid-Grenzwerte und nächstes Jahr stehen noch zwei Volksinitiativen zum Thema Trinkwasser an. Wohlen will diese abwarten und erst danach entscheiden, wie es mit dem Pumpwerk weitergeht. Auf dieses ist die Aargauer Gemeinde nämlich nicht allzu stark angewiesen, liefert es doch nur etwa vier Prozent des gesamten Trinkwassers in der Region.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Wäfler  (Michael Wäfler)
    Lieber Würmer im Apfel, als Gift im Trinkwasser.
  • Kommentar von Willi Fetzer  (wi)
    Welche Gemeinden betroffen sind, will der Kanton Aargau weiterhin nicht bekannt geben. Nun bei Einer wissenschaftlichen wir nun! Und die Andere?
    1. Antwort von SRF Regionaljournal (SRF)
      Grüezi Herr Fetzer. Es handelt sich hier nicht um eine dieser zwei Trinkwasserfassungen, die der Kanton geschlossen hat nach seinen Messungen. Die Gemeinde Wohlen hat nach Hinweisen des Kantons eigene Messungen gemacht und die Wasserfassung dann selber geschlossen.
  • Kommentar von Bruno Bär  (Wahrheitssucher)
    Das dürfte leider erst der Anfang sein. Weitere Pumpwerke werden folgen, die still gelegt werden müssen. Umso wichtiger wäre die Annahme der Trinkwasserinitiative!
    1. Antwort von Michael Wäfler  (Michael Wäfler)
      Das sehe ich genauso, doch unser Parlament leider nicht. Die Volksvertreter haben diese Initiative welche für unsere Gesundheit extrem wichtig ist, ohne Gegenvorschlag abgelehnt. Jetzt sind die Schuldigen die Landwirte, verantwortlich ist aus meiner Sicht das Parlament, sie Bewilligen, dass auf die Felder ein Gift gespritzt wird, das die Grundlage jedes Lebens (Wasser) zerstört. Bald sind Wahlen, wir kennen die Parteien und wissen welche Lobbyisten aus welchen Parteien der Profit wichtiger ist.