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Sportgast Brigitte Mischler über die Heim-WM und den Alltag als Unihockeyspielerin in der Schweiz
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 22.12.2019.
abspielen. Laufzeit 08:00 Minuten.
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Basler Vizeweltmeisterin «In der vollen Halle hatte ich Gänsehaut»

Brigitte Mischler ist Unihockey-Nationalspielerin und Physiotherapeutin. Für diese beiden Karrieren nimmt sie einiges in Kauf.

Für die 27-jährige Brigitte Mischler aus Oberwil war die Unihockey-Weltmeisterschaft im Dezember 2019 in Neuenburg ein Wechselbad der Gefühle. Nach einem unglaublichen Halbfinalspiel qualifizierte sie sich mit ihrem Team für das Endspiel. Gegen die Tschechinnen gelang es den Schweizerinnen, innerhalb der letzten beiden Minuten vier Tore aufzuholen und in der Verlängerung schossen sie dann sogar das Siegestor.

Verletzung im Endspiel

Im Final gegen die Favoritinnen aus Schweden war es erneut denkbar knapp. Die Schweizerinnen glichen zwar Sekunden vor Schluss das Spiel noch aus, in der Verlängerung behielten dann die Schwedinnen das bessere Ende für sich. Brigitte Mischler stand da schon nicht mehr auf dem Platz: Sie war im letzten Drittel mit einer Schulterverletzung ausgeschieden. «Das war ein ganz bitterer Moment», sagt die Leimentalerin in der Woche nach dem Spiel. Auch wenn sie immer noch ob des verpassten WM-Titels enttäuscht sei, sei sie stolz auf die Leistung des ganzen Teams.

Brigitte Mischler beim Unihockey-Spiel
Legende: Brigitte Mischler behält die Heim-WM trotz Finalniederlage und Verletzung in guter Erinnerung. Keystone

Unihockey nebenbei

Auch die Zuschauer in Neuenburg seien unglaublich gewesen. Diese Kulisse sei für sie als Unihockeyspielerin in der Schweiz nicht alltäglich. Obwohl Brigitte Mischler nun Vizeweltmeisterin ist, also zu den besten Spielerinnen der Welt gehört, ist sie kein Profi. Um ihren Sport betreiben zu können, nimmt sie einiges auf sich. Mischler lebt und arbeitet als Physiotherapeutin in Basel. Weil es in Basel kein Team in der höchsten Spielklasse gibt, spielt sie in der Nationalliga A für das Team Wizards Bern-Burgdorf. Drei Mal pro Woche reist sie fürs Training nach der Arbeit mit dem Zug ins Emmental. «Für mich ist das ganz normal, ich mache das seit zehn Jahren», sagt die Oberwilerin.

«Mich hält zu viel in Basel»

Sie habe sich zwar auch schon überlegt aus Basel wegzuziehen, es habe sich aber nie ergeben, zum Beispiel auch weil sie hier ihre Ausbildung absolviert und dann auch gleich eine Stelle als Physiotherapeutin gefunden habe. Vor allem aber sei sie wegen der Familie und ihren Freunden hier geblieben, sagt Mischler. Auch Angebote aus Schweden, der besten Liga der Welt, habe sie abgelehnt. «Aber ich bereue das überhaupt nicht», sagt sie.

Offene Zukunft

Die Basler Unihockey-Teams in der Nationalliga B verfolgt Mischler im Moment nur am Rande, hofft aber, dass es in der Region bald wieder aufwärts geht. Ob sie später wieder in der Region spielen will, weiss die 27-Jährige noch nicht. Auch wie es für sie in der Nationalmannschaft weitergeht, ist noch völlig offen: «Eigentlich habe ich gesagt, 2019 sei meine letzte Weltmeisterschaft, aber nach diesem Event habe ich das Gefühl, dass kann es irgendwie noch nicht gewesen sein.»

(SRF1, Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)

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