Lukas Engelberger hat Zeit und Geld für den Wahlkampf

100'000 Franken hat CVP-Kandidat Lukas Engelberger für seinen Wahlkampf zur Verfügung. Das ist fünfmal so viel wie Konkurrentin Martina Bernasconi von den GLP und Mitkonkurrent Thomas Egloff von der SVP. Zudem wird Engelberger von seinem Arbeitgeber Roche zu 50 Prozent freigestellt.

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Bildlegende: Lukas Engelberger kann mit vollen Kassen in den Wahlkampf starten. Keystone

«Roche ist grundsätzlich parteipolitisch neutral», heisst es auf Anfrage beim Pharmakonzern. «Es steht unseren Mitarbeitenden frei, sich politisch zu engagieren». Bei Mitarbeiter Lukas Engelberger wird dieses Engagement unterstützt, indem er während der Arbeitszeit einen Teil seines Wahlkampfes führen kann.

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Ungleiche Wahlkampfbudgets

Die CVP Basel-Stadt gibt an, dass sie für den Wahlkampf 100'000 Franken einsetzen wolle. Die Grünliberalen wollen für Martina Bernasconi zirka 20'000 Franken ausgeben und die SVP hat für ihren Kandidaten Thomas Egloff bisher ebenfalls 20'000 Franken vorgesehen.

Engelberger schätzt den Aufwand auf zirka 50 Prozent seines Arbeitspensums. «Ich erhalte an meinem Arbeitsplatz weniger neue Projekte, so dass mir Zeit für den Wahlkampf bleibt, dafür bin ich sehr dankbar», so Engelberger gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Wie steht es um die Unabhängigkeit?

Seine politische Unabhängigkeit sieht Lukas Engelberger nicht in Gefahr: «Sollte ich gewählt werden würde ich zu 100 Prozent die Interessen des Kantons Basel-Stadt vertreten und nicht jene einer Industrie oder eines Unternehmens».

Roche als Schmiede für Regierungsräte?

Lukas Engelberger wäre der dritte Politiker, der in jüngster Zeit von Roche ins Regierungsamt wechselt. Schon Carlo Conti arbeitete beim Pharmakonzern und Baschi Dürr war auf der Roche-Kommunikationsabteilung tätig.