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Gibt die öffentliche Hand Macht ab bei der MCH Group, so könnte das auch zu einer veränderten Kultur bei der Art Basel führen.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 31.07.2020.
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MCH Group im Umbruch Kulturelle Vielfalt an der Art Basel könnte leiden

Mit dem Einstieg eines neuen Investors werde sich die Kultur an der Art Basel verändern, befürchtet ein Galerist.

Die Zeichen stehen auf Umbruch bei der MCH Group. Heute Montag entscheiden die Aktionärinnen und Aktionäre darüber, ob sie einer Kapitalerhöhung und dem Einstieg eines neuen, grossen Investors – der Firma Lupa Systems von James Murdoch – zustimmen.

Es bestehen kaum Zweifel, dass die Aktionäre dem Deal grünes Licht geben. Denn bereits im Vorfeld ist klar, dass die öffentliche Hand – bestehend aus den Kantonen Basel-Stadt, Baselland, Zürich sowie der Stadt Zürich –, die im Moment noch fast die Hälfte der Aktie besitzt, einverstanden ist mit der Kapitalerhöhung.

Spielwiese für junge Kunstschaffende

Der Galerist Diego Stampa sieht dieser Veränderung mit gemischten Gefühlen entgegen. Er ist mit seiner Galerie seit der ersten Ausgabe an der Art Basel präsent. Die Art Basel ist heute der wichtigste und wertvollste Anlass im Porfolio der MCH Group.

Bis heute sei es der Art Basel immer gelungen ein Gleichgewicht zwischen Profit und Kunst zu finden, sagt Stampa. Für ihn sei es nie einfach nur eine Messe gewesen, sondern auch eine kulturelle Veranstaltung. «Die Galerien haben nicht nur das angeboten, was auch sicher gekauft wird, sondern haben auch Kunst von jungen, noch nicht etablierten Kunstschaffenden gezeigt und diese so in den Kunstzyklus gebracht», so Stampa.

Je mehr das Ganze auf den Verkauf getrimmt ist, desto weniger Raum bleibt für junge Kunstschaffende.
Autor: Diego StampaGalerist

Dieses Sprungbrett für junge Künstlerinnen und Künstler sei nun in Gefahr. Denn ein privater Investor hätte immer zum Ziel, den Umsatz zu steigern, glaubt Stampa. Dies bedeute: Die Art Basel werde mehr Profit generieren müssen. Das werde die Messe vermutlich tun, indem sie mehr Standmiete verlange. Dies wiederum könnten sich die Galerien nur leisten, wenn sie teure, sprich bekannte, Kunst verkauften.

«Je mehr das Ganze auf den Verkauf getrimmt ist, desto weniger bleibt da Raum für die Juniorenabteilung, sprich die jungen Kunstschaffenden», glaubt Stampa. Ob seine Befürchtung begründet ist und es bei der Art Basel tatsächlich zu einem Kulturwandel kommt, wird die Zukunft zeigen.

Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr;

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