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Legende: Audio Grosser Andrang am Info-Abend zur umstrittenen Riehener Pfarrwahl abspielen. Laufzeit 03:54 Minuten.
03:54 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 14.01.2019.
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Pfarrwahl in Riehen Grossandrang am Info-Abend des umstrittenen Seelsorgers

Über 100 Kirchgemeindemitglieder wollten mehr zur Verurteilung für sexuelle Handlungen an einem Minderjährigen erfahren.

Der Andrang war gross, die für den Informationsabend bereitgestellten 100 Stühle reichten nicht aus. Über zwei Stunden dauerten danach die Erklärung des umstrittenen Seelsorgers und die anschliessenden Fragen und Wortmeldungen der Kirchgemeindemitglieder. Über allem stand eine Verurteilung vor sechs Jahren für eine sexuelle Handlung mit einem Kind.

Mehrheitlich positive Erfahrungen

Die Kirchgemeindemitglieder, die sich zu Wort meldeten, äusserten sich mehrheitlich positiv über den Seelsorger, der bereits seit längerem in Riehen tätig ist. Der Präsident der Pfarrwahl-Kommission, Stefan Suter, zog denn auch ein positives Fazit des Informationsabends. «Er konnte mit seiner gewinnenden Art die Leute überzeugen», ist sich Suter sicher.

Allerdings wurde von einigen Anwesenden mangelnde Transparenz kritisiert. Die Aufforderung, den Strafbefehl in Zusammenhang mit der Verurteilung vorzulesen, lehnten Suter und der Pfarrer aber ab. So blieben bei einem Teil der Kirchgemeindemitglieder auch nach der Veranstaltung Zweifel. «Es wurde nicht genügend Licht in die Geschichte gebracht. Ich will meine zwei Kinder dieser Gefahr nicht aussetzen und werde Nein stimmen», sagte ein Familienvater.

Wahl am 10. Februar

Dass die Pfarrwahl am 10. Februar an der Urne und nicht wie üblich still stattfindet, ist die Folge eines Antrags, den im Herbst 132 Kirchgemeindemitglieder unterschrieben haben. Bei der Verurteilung vor sechs Jahren ging es um eine Fussmassage an einem 15-jährigen Jungen. Das sei «nicht besonders schlau» gewesen, aber «auch nicht das Delikt des Jahrhunderts», sagt Pfarrwahl-Kommissionspräsident und Anwalt Stefan Suter, der den Mann als neuen Pfarrer vorgeschlagen hatte. Ebenfalls lägen der Kommision mehrere Gutachten vor, die zeigten, dass der Priester nicht pädophil sei.

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