Agglomerationsprogramm Basel Region Basel will Geld vom Bund für Verkehrsprojekte

Der Bürgermeister von St. Louis, Jean-Marie Zoellé, die Baselbieter Baudirektorin Sabine Pegoraro und weitere Politiker aus dem Dreiland fahren nach Bern und werben für grenzüberschreitende Tramlinien und weitere Verkehrsprojekte. Sie wollen, dass sich der Bund an den Grossprojekten beteiligt.

Jean-Marie Zoelle und Sabine Pegoraro sitzen im Zug. Er hält ein Mikrophon in der Hand und sagt etwas. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Jean-Marie Zoellé (St. Louis) und Sabine Pegoraro (Baselland) reisen zusammen nach Bern und kämpfen für Bundesgelder. SRF/ernb

Die Politikergruppe wirbt für das Agglomerationsprogramm Basel 3. Die wichtigsten Projekte darin sind:

  • Tramprojekt Klybeck-Kleinhüningen; bessere Erschliessung von Klybeck, Erlenmatt und Hafen
  • Verlängerung Tram 8 nach Läubinpark in Weil am Rhein
  • Bushöfe in Lörrach, Bottmingen, Grellingen, Frenkendorf, Rheinfelden (CH)
  • Vollanschluss Aesch und Zubringer Dornach/Aesch an die A18
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Was ist Agglo Basel?

Das Agglo­merations­programm Basel (Agglo Basel) koordiniert die Verkehrs- und Siedlungs­ent­wick­lung in der tri­nationalen Region Basel. Es erarbeitet alle vier Jahre ein Mass­nahmen­programm, das beim Bund zur Mit­finanzierung ein­gereicht wird.

Politikerinnen und Politiker aus der Schweiz, dem Elsass (F) und Südbaden (D) haben die Verkehrswünsche des Dreilands am Freitag gemeinsam persönlich nach Bern gebracht. Für die beiden Basel reisten der Basler Baudirektor Hans-Peter Wessels und die Baselbieter Baudirektorin Sabine Pegoraro im Zug nach Bern. Weiter waren Politikerinnen und Politiker aus den Kantonen Aargau und Solothurn sowie aus dem Elsass und dem Südbadischen an Bord des Zuges.

«  Es macht Eindruck, wenn auch Regierungsräte kommen. »

Sabine Pegoraro
Baselbieter Baudirektorin

Sie wollen mit ihrer persönlichen Anwesenheit in Bern ihrem Agglomerationsprogramm 3 mehr Gewicht verleihen und beim Bund dafür werben. Dieser soll sich finanziell an den Kosten beteiligen, so die Politikerschar aus dem Dreiland.

«  Die Region Basel ist erfolgreich und braucht Infrastruktur, das weiss man auch in Bundesbern. »

Hans-Peter Wessels
Basler Baudirektor

Das Agglomerationsprogramm umfasst teils grenzüberschreitende Projekte für rund 2,4 Milliarden Franken. Wie viel Geld dafür schlussendlich aus Bundesbern in die Region Basel fliesst, beschliesst das nationale Parlament im Frühling 2019.

3. Programm ist bescheidener als sein Vorgänger

In Basel-Stadt sind es vor allem Tramprojekte, die zuoberst auf der Liste des Agglomerationsprogramm Basel 3 gewünscht werden. In Baselland sind es hauptsächlich Strassen. Projekte für 600 Millionen Franken sollen bereits von 2019 bis 2022 in Angriff genommen werden, wie Agglo Basel, der Trägerverein des Programms, mitteilte. Zu ihnen gehören die oben aufgeführen Tram- und Strassenprojekte.

Mit 2,4 Milliarden Franken liegen die Gesamtinvestitionsvolumen im dritten Agglomerationsprogramm um rund 300 Millionen unter jenen im zweiten Programm, das Mitte 2012 eingereicht worden war.