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Der Gummischroteinsatz bei der PNOS-Demo letzten November löste die Kritik aus
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Umstrittene Gummigeschosse Linke Politikerin fordert eine Änderung des Polizeigesetzes

Der Einsatz von Gummigeschossen und Gummischrot bei Polizeieinsätzen soll gesetzlich geregelt werden.

Der Einsatz von Gummigeschossen ist umstritten. Die Geschosse können, gerade bei Treffern im Gesicht, schwerwiegende Verletzungen verursachen. Tonja Zürcher, Grossrätin und Co-Präsidentin der linken Partei Basta, fordert in einem Vorstoss, dass der Einsatz von Gummigeschossen klar geregelt wird.

Viel Spielraum

Bisher gebe es bei der Polizei lediglich interne Richtlinien, die den Umgang mit Gummigeschossen regeln. Diese schreiben zum Beispiel eine Mindestdistanz für den Einsatz von Gummigeschossen vor. «Diese Richtlinien haben keinerlei Gesetzeskraft. Das ist ein Missstand, gerade wenn es um so gefährliche Einsatzmittel geht», sagt Zürcher.

Bei der Polizei betont man, dass Gummigeschosse nur mit grosser Zurückhaltung eingesetzt würden. Ausserdem seien die Angestellten der Kantonspolizei intensiv geschult, so dass Verletzungen möglichst vermieden werden können.

Erhöhtes Verletzungsrisiko

Tonja Zürcher hingegen betont, dass auch mit intensiver Schulung im Umgang mit Gummigeschossen das Verletzungsrisiko der Augen viel zu hoch sei: «Die Streuung bei Gummischrot ist gross. Auch wenn man auf die Beine zielt, kann das Gesicht getroffen werden.» Es komme dazu, dass Situationen, bei denen Gummischrot zum Einsatz kommen, häufig chaotisch sind. Zum Beispiel bei Demonstrationen sind viele Leute in Bewegung, präzises Zielen sei da oft schwierig.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Nico Basler  (Bebbi 1)
    Kommen sie doch mal nach NL Frau Zürcher. Hier warnt die Polizei zweimal. Einmal freundlich und bestimmt, das zweite Mal nur noch bestimmt und beim dritten Mal packen die den neuen, sehr wirkungsvollen Schlagstock aus - ohne wenn und aber.
    Damit Alle wissen was sie erwartet hat die Polizei ein Demovideo zur die Wirkung des neuen Schlagstocks über sämtliche Medien ausgestrahlt.
    Seither ist Ruhe im Karton, sei es bei Fussball- oder anderen Chaoten.
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  • Kommentar von Matthias Jundt  (M. Jundt)
    Für einen demokratischen Staat sollte es ein absolutes No-go sein, dass die Polizei mit Bürgerkriegs-ähnlichen Methoden Demonstranten so blutig schlägt und schiesst, wie das in Frankreich geschehen ist. Viele "Gilet jaunes-Demonstranten" haben Augen und Gliedmassen verloren, was einen zu grossen persönlichen und Volkswirtschaftlichen Schaden darstellt. Das steht in keinem Verhältnis zur Kuschel-Justiz bei anderen Vergehen. - Nur aggressive Gewalt-Täter dürfen so in die Schranken gewiesen werden.
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