Mathias Böhm: «Vorteile Basels als Einkaufsstadt besser betonen»

Als wichtigstes Gegenmittel zum Einkaufstourismus müsse man die Vorteile der Stadt Basel gut herausstreichen. Das sagt «Pro Innerstadt»-Geschäftsführer Mathias Böhm im Wochengast-Gespräch. Der 37-jährige Basler leitet die Basler Detailhandels-Vereinigung seit einem Jahr.

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Bildlegende: Mathias Böhm, seit rund einem Jahr Geschäftsführer der Vereinigung «Pro Innerstadt» zvg

Ja, auch er kaufe ab und zu im grenznahen Ausland ein, gesteht Mathias Böhm im Gespräch - aber nicht gezielt, sondern bei Gelegenheit, etwa nach der Rückkehr von einem Freizeitausflug in den Schwarzwald.

Der eigentliche Einkaufstourismus, also das regelmässige Einkaufen, besonders in der südbadischen Nachbarschaft, sei für den regionalen Detailhandel ein Problem Die Umsätze stiegen gesamtschweizerisch auf geschätzte acht Milliarden Franken. Den schwachen Euro müsse man als Rahmenbedingung halt hinnehmen.

Wichtig für die Region sei deshalb vor allem, dass Basel verstärkt als attraktive Stadt präsentiert werde. Als Ort mit viel Kultur und gastronomischen Angeboten und als Einkaufsort mit einem vielfältigen Angebot.

Ohne moralischen Zeigefinger

Die Vorteile von Basel als Stadt mit Fussgängerzone und gutem öffentlichem Verkehrsnetz sei wohl in der Vergangenheit zu wenig betont worden. Das wolle man nun verstärken. Es sei aber auch nötig, das Parkplatzangebot, etwa mit einem Kunstmuseum-Parking zu verbessern.

Bei den Kundinnen und Kunden wolle man hinweisen, dass rückläufige Einnahmen eine Gefahr für Arbeits- und Ausbildungsplätze im Detailhandel - dies allerdings vor allem mit Informationen und ohne moralischen Zeigefinger.