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«Albert Anker war auch modern» – so soll das Centre Albert Anker aussehen
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 30.01.2020.
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Centre Albert Anker Ein Museum, das keines sein will

Das historische Albert Anker-Haus in Ins soll besser zugänglich gemacht werden. Trotzdem soll es kein Museum werden.

Das Albert-Anker-Haus steht mitten im Dorf von Ins. Der Grossvater von Albert Anker baute es 1803 und es diente dem berühmten Schweizer Maler als Wohnhaus und Atelier.

Atelier von Albert Anker mit Bildern, Statuen
Legende: So sieht das Atelier von Albert Anker aus. Es blieb seit dem Tod Ankers im Jahre 1910 praktisch unverändert. zvg/Stiftung Albert Anker-Haus

Immer mehr Werke, die dort entstanden sind, kehren nun an diesen Ort zurück. «Wir erhalten ganze Serien von Bildern, Aquarellen oder Briefen vor allem von Nachkommen», sagt Jürg Schweizer, Stiftungsrat und ehemaliger bernischer Denkmalpfleger. Diese Werke brauchen Platz, um sie zu lagern sowie Platz, um sie den Leuten zu präsentieren. Aus diesem Grund plant die Stiftung im Garten des Anwesens einen neuen Kunstpavillon.

Der Pavillion ist ein moderner Holzbau, der wie ein alter Speicher vor dem Haus stehen soll. «Es hat eine sehr zeitgemässe Architektursprache erhalten», sagt Marcel Hegg von dem mit em Projekt beauftragten Architekturduo. Der Bau soll als Lager, Archiv und Schauraum dienen. Zudem soll hier Forschung betrieben werden können.

Auch das Bauernhaus wird renoviert. Von Aussen nur sanft, im Inneren soll es einen neuen Eingangsbereich geben. Im Dachraum des alten Bauernhauses ist eine Ausstellungsfläche zum Leben und Wirken des Malers vorgesehen – ebenfalls mit viel Holz, jedoch durchaus modern. Was heisst dies für den Charme des schützenswerten Kulturguts? Was würde Albert Anker dazu sagen? «Er wäre sehr zufrieden damit», meint der ehemalige Denkmalpfleger Jürg Schweizer. «Albert Anker war auch ein Moderner. Er war der Erste in der Schweiz, der ein Dachflächenfenster einbaute.»

Kein Museum

Das neue Centre Albert Anker soll umgebaut, ausgebaut und zugänglicher gemacht werden – jedoch nicht an jedem Tag. «Wir pochen darauf, dass es kein Museum ist», sagt Roger von Wattenwyl. «Wir wollen auch nicht wachsen wie ein Museum, es soll kein Andrang geben vor der Türe.» Aus diesem Grund muss man sich weiterhin anmelden, um das Haus zu besuchen, oder an einem Sonntag, an dem die Türen offen sind.

Finanzierung nicht gesichert

Das Projekt kostet insgesamt sechs Millionen Franken. Ein Drittel des Geldes sei zugesagt, so die Stiftung. Der Rest wird nun gesammelt – Unterstützung erhofft man sich von Mäzenen und Stiftungen. Im Gespräch ist auch alt Bundesrat Christoph Blocher, der als leidenschaftlicher Kunstsammler bekannt ist und selber über 200 Anker-Bilder besitzt.

Sobald die Finanzierung gesichert ist, soll das neue Centre Albert Anker im Sommer 2022 eröffnet werden.

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