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Johanna Gapany über den Tag der Wahl, die ersten Erfahrungen im Bundeshaus und ihre Ziele in der Politik
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 06.01.2020.
abspielen. Laufzeit 12:51 Minuten.
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Die Überraschungswahl Johanna Gapany: «Im Kopf war ich immer bereit»

Am 10. November 2019 gelang der 31-jährigen Johanna Gapany den politischen Coup: Im zweiten Wahlgang um die beiden Ständeratssitze für den Kanton Freiburg holte sie 138 Stimmen mehr als der Bisherige Beat Vonlanthen (CVP) und zog für die FDP in die zweite Kammer ein.

Damit schaffte sie gleich zwei Premieren: Sie ist die erste Frau, die den Kanton Freiburg im Ständerat vertritt. Und sie ist mit 31 Jahren die jüngste Ständerätin in der Geschichte der Schweiz.

Johanna Gapany

Johanna Gapany

Ständerätin (FDP/FR)

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Gapany hat Jahrgang 1988. Sie ist Ökonomin und arbeitet als Projektleiterin in einem Spital. Vor ihrer Wahl zur Ständerätin sass sie bereits im Gemeinderat von Bulle. Sie ist zudem Grossrätin im Freiburger Kantonsparlament.

Als Sie am 10. November 2019 zur ersten Freiburger Ständerätin gewählt wurden, was ging Ihnen durch den Kopf?

Es war eine Überraschung. Aber im Kopf war ich bereit. Ich verspürte viel Respekt vor dieser Arbeit, aber auch viel Enthusiasmus.

Als das Resultat fiel – hat sich Ihr Leben schlagartig verändert?

Ja, sicher. Aber ich war zuvor schon neun Monate im Wahlkampf. Da hatte sich bereits viel verändert. Es war definitiv der Moment, auf den ich hingearbeitet hatte, denn ich wollte Ständerätin werden. Andererseits wusste ich nicht, wie ich damit leben werde. Aber es war wirklich ein guter Moment.

Sie traten gegen zwei politische Schwergewichte an. Levrat und Vonlanthen. Was hat Ihnen im Wahlkampf geholfen?

Ich denke, ich trat nicht gegen die beiden an, sondern für unseren Kanton.

Mir hat mein positiver und konstruktiver Geist geholfen.
Autor: Johanna Gapany

Ich habe eine klare Linie gehabt. Mir hat mein positiver und konstruktiver Geist geholfen.

Was hat Sie nach Ihrer Wahl besonders gefreut?

Noch spät am Abend kamen Leute gratulieren, die ich vorher vielleicht erst einmal während der Kampagne getroffen hatte. Das hat mich sehr berührt.

Aber es gab auch Leute, die Sie kritisieren?

Ja, nach dem Wahlkampf erhielt ich einige Briefe. Auf konstruktive Kritik antworte ich immer.

Auf Beleidigungen und persönliche Angriffe reagiere ich nicht.
Autor: Johanna Gapany

Der Austausch ist mir wichtig, ich möchte meine Anliegen erklären. Aber auf Beleidigungen und persönliche Angriffe reagiere ich nicht.

Sie sind die erste Freiburger Ständerätin. Sind Sie für Gleichberechtigung?

Gleichberechtigung gilt für Frauen und Männer. Wir müssen uns gemeinsam engagieren. Ich bin beispielsweise für den Vaterschaftsurlaub und die Individualbesteuerung. Ich bin auch für einen Zivildienst für alle.

Jetzt sitzen Sie also für Freiburg im Ständerat. War der Einstieg schwierig?

Natürlich ist vieles neu. Aber die Parlamentsdienste unterstützen uns gut und auch die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen.

Ihre Alltagssprache in Freiburg ist Französisch. Im Ständerat wird fast nur Deutsch gesprochen. Das dürfte eine Herausforderung sein?

Ja, aber es ist eine Chance. Ich mag diese Sprache. Mein Ziel ist es, im Kanton Freiburg mit allen Leuten in deren Muttersprache zu sprechen. Ich nehme auch viel Deutschunterricht.

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