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Bern Freiburg Wallis Grosser Rat Bern: Tröstlicher Abschied für Philippe Perrenoud

Der bernische Grosse Rat hat am Mittwoch die SP-Regierungsräte Philippe Perrenoud und Andreas Rickenbacher verabschiedet. Parlamentspräsident Carlos Reinhard (FDP) würdigte die Verdienste der beiden SP-Magistraten. Die Bürgerlichen zollten auch ihrem Lieblingsgegner Perrenoud Respekt.

Rickenbacher wurde mit einer stehenden Ovation verabschiedet, ebenso sein 61-jähriger Parteikollege Philippe Perrenoud. Ihn würdigte der Parlamentspräsident als unermüdlichen Kämpfer in der Gesundheits- und Sozialpolitik.

Respekt für den «Lieblingsgegner» der Bürgerlichen

Perrenoud habe auch unpopuläre Entscheide getroffen - im Bewusstsein, dass es im Gesundheitswesen selten einen Blumentopf zu gewinnen gebe, sagte der Freisinnige Carlos Reinhard.

Niederlagen habe Perrenoud mit Stil akzeptiert und stets klar und ohne doppelten Boden politisiert. Erfolgreich sei seine Jura-Politik gewesen, bei der er das Ziel einer friedlichen Beilegung des alten Konflikts verfolgt habe.

An der feierlichen Stunde im Rathaus nahm die gesamte Kantonsregierung teil. Das Wort durften auch die Fraktionssprecher ergreifen. Von dieser Möglichkeit machten aber nur SP und GLP Gebrauch. Zudem würdigte Samantha Dunning (SP) namens der Deputation die Verdienste Perrenouds in der Jura-Frage.

Rickenbacher stellte zum Abschied fest, er blicke auf mehr als zwei Jahrzehnte Kantonspolitik zurück - zunächst als Grossrat, ab 2006 als Regierungsrat. Sein Wahlversprechen von 2006, «den Bär zu wecken», habe er zumindest teilweise eingelöst.

«Ich habe das Gefühl, alles gemacht zu haben, was ich machen konnte», begründete Perrenoud seinen Rücktritt. Der Grosse Rat sei nicht immer sehr liebevoll mit ihm umgegangen, aber mit einigen Ausnahmen habe er in den Diskussionen stets gespürt, dass sich die Parlamentarier für den Kanton eingesetzt hätten.

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