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Tickets für Touristen-Cars? Wer ins Stadtzentrum fährt, soll zahlen

Die SP Luzern lanciert die Idee, pro Reisecar eine Abgabe zu fordern. Die Parteikollegen in Interlaken schauen genau hin.

Reisecar lässt Leute auf dem Höheweg Interlaken einsteigen
Legende: Cartouristen: Kostet künftig Ein- und Aussteigenlassen in Interlaken und Luzern? Christian Strübin/SRF

Luzern stöhnt unter den Hunderten von Reisecars, die täglich Tausende von Touristen für einen schnellen Einkauf ins Zentrum bringen. Es gibt politischen Druck, die Cars an den Stadtrand zu verbannen, was wiederum das Uhren- und Schmuckgewerbe alarmiert. Es fürchetet, dass die Kundschaft gleich nach Interlaken weiterfährt. Dort kann man 150 bis 200 Cars pro Tag verkraften.

Deshalb koordiniert die SP Luzern nun eine neue Idee mit den Parteikollegen im Berner Oberland: Wer seine Fahrgäste im Zentrum ein- und aussteigen lässt, soll zahlen. Ein Ticket für 120 bis 160 Franken pro Fahrzeug, so der Vorschlag.

Die SP Interlaken findet die Idee prüfenswert

«Es macht Sinn, dass sich die SP Luzern und Interlaken austauschen», sagt Hans Romang, SP-Fraktionschef im Interlakner Gemeindeparlament. Es will vom Gemeinderat eine Antwort, ob das Luzerner Modell auch in Interlaken funktionieren würde. «Die Cartouristen sind ein Wirtschaftsfaktor. Aber die Bevölkerung hat signalisiert, dass sie Verkehrsberuhigung wünscht.»

Der finanzielle Effekt ist für Hans Romang zweitrangig. Aber ein Car-Ticket von 120 Franken könnte die Gemeindekasse durchaus aufbessern. Da kommen pro Hochsaison-Woche locker 100'000 Franken zusammen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von b. glaset (glaset)
    Diese Idee besticht nur vordergründig. Das wäre klar ein Bomerang oder ein Schuss ins eigene Knie. Erst mit Millionen von Steuergeldern den Tourismus fördern und dann neue Steuern einführen und abzocken, wenn dann die Touristen kommen. Sorry liebe SP'ler. Ihr habt einfach seit Jahrzehnten immer nur die Ideen neue Steuern einzuführen. Es reicht nun.
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  • Kommentar von Arthur Häberli (Arthur Häberli)
    Die Idee scheint nicht so schlecht..vielleicht kann sich dann Luzern ein paar öffentliche Toiletten mehr leisten und auch ein wenig Infrastruktur für die 'Gäste', dass sie am Schwanenplatz nicht auf dem Trotoirerand sitzen müssen oder herumstehen. Allerdings könnte man befürchten, dass die Cars Ausstiegstellen anpeilen, die nicht zu bezahlen sind. Und dann wird es in 'Nebenquartieren' richtig ungemütlich für Auto und gefährlich für Velo und Co in diesen Quartieren. Siehe heute enge Pfistergasse.
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