Autobahn A9 im Wallis Walliser Behörden müssen beim Autobahnbau über die Bücher

Die Eidgenössische Finanzkontrolle ortet Schwächen beim Bau der A9 durch das Oberwallis. Das kantonale Amt für Nationalstrassen müsse sich verbessern – bei der Organisation und bei der Vertragsvergabe. Ansonsten droht der Entzug der Bauherrschaft.

Arbeiten an der Belüftung in einem Tunnel der Autobahn A9 im Oberwallis. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Immer wieder ein Thema: Arbeiten an der Autobahn A9 im Oberwallis. Keystone

Der Bau der Autobahn A9 durch das Oberwallis ist um ein Kapitel reicher. Die Eidgenössische Finanzkontrolle kritisiert in einem neuen Bericht, wie die Walliser Behörden den Bau realisieren. Würde das Bundesamt für Strassen den Autobahnbau im Wallis nicht begleiten und beaufsichtigen, würde das Steuergeld nicht wirtschaftlich eingesetzt.

Adressat der Kritik ist das Walliser Amt für Nationalstrassenbau ANSB. Es müsse insbesondere bei den Ausschreibungen der Aufträge nachbessern. Die Unterlagen zu den Ausschreibungen seien oft nicht ausreichend dokumentiert. Das schreibt der Walliser Bote und zitiert einen Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wird.

Weiter steht in dem Bericht, dass die Rollen von Bund, Kanton und externen Dritten besser abgegrenzt werden. Auch die Verträge mit Auftragnehmer müssten besser werden.

Kritik «berechtigt»

Beim ANSB kann man die Kritik teilweise nachvollziehen. Amtschef Martin Hutter sagt: «Die Überprüfung hat gewisse Schwachstellen aufgezeigt.» Man sei daran, die geeigneten Massnahmen zu ergreifen.

Das Geld für die Autobahn A9 stammt zu 96 Prozent vom Bund. Umgesetzt wird der Bau aber von den Walliser Behörden. Sie müssen nun die Organisation des Baus innerhalb eines Jahres verbessern, sonst droht der Entzug der Bauherrschaft.

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