Zum Inhalt springen

Header

Audio
Unternehmen erhalten wieder öffentliche Aufträge
Aus Regionaljournal Graubünden vom 09.03.2020.
abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
Inhalt

Baukartell Graubünden Kanton und Gemeinden machen Deal mit Engadiner Bauunternehmen

Nach dem Baukartell-Skandal kommt es zu einem weiteren Vergleich. Es geht um Rückzahlungen bis zwei Millionen Franken.

Über Jahre hinweg haben Bauunternehmen in Graubünden Beschaffungen im Hoch- und Tiefbau abgesprochen und dadurch höhere Preise erzielt. Die Eidgenössische Wettbewerbskommission WEKO büsste deshalb verschiedene Firmen. Betroffen waren auch Ausschreibungen von Kanton, Gemeinden und Privaten.

Schadenersatz für überhöhte Preise

Im letzten Sommer gelang es dem Kanton, dass neun Strassenbaufirmen im Rahmen eines Vergleichs sechs Millionen Franken Schadenersatz für die überhöhten Preise zahlten.

Nun kommt es zu einem zweiten Deal. Fünf Engadiner Baufirmen zahlen dem Kanton Graubünden und den betroffenen Gemeinden eineinhalb bis zwei Millionen Franken Schadenersatz.

Einen Gesamtschaden respektive eine Zahl kann der Kanton nicht benennen.
Autor: Mario CavigelliRegierungsrat

Im Gegenzug hebt der Kanton die Vergabesperre auf und die Unternehmen können wieder öffentliche Aufträge entgegennehmen.

Wie hoch der Gesamtschaden seitens Kanton und Gemeinden ist, der durch die Absprachen entstand, kann Regierungsrat Mario Cavigelli nicht sagen: «Einen Gesamtschaden respektive eine Zahl kann der Kanton nicht benennen.» Trotzdem seien die Vergleiche ein guter Deal.

Jahrelange Verfahren verhindert

Mit den Vergleichen hätten jahrelange und aufwändige Verfahren verhindert werden können. Der Kanton und die Gemeinden konnten unter dem Strich mit allen Vergleichen acht Millionen Franken zurückholen. Davon gehen zwei Millionen an die Gemeinden.

Mit zwei Strassenbauunternehmen, welche gemäss WEKO ebenfalls dem Baukartell angehörten, konnte bisher keine Einigung erzielt werden. Der Kanton habe deshalb gegenüber den beiden Unternehmen rechtliche Schritte eingeleitet.

Regionaljournal Graubünden, 12:03 Uhr; habs/pavm

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Wir informieren laufend über die aktuelle Entwicklung und liefern Analysen zum Coronavirus. Erhalten Sie alle wichtigen News direkt per Browser-Push. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen