Der Kirschessigfliege das Leben schwer machen

Die Forschungsanstalt Agroscope hat gemeinsam mit den Rebbaukommissären Bilanz gezogen zum Rebjahr 2014. Grosses Thema war die Bekämpfung der Kirschessigfliege. Künftig soll noch mehr auf vorbeugende Massnahmen gesetzt werden, statt auf Insektizide.

Grossaufnahme einer Kirschessigfliege Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Kirschessigfliege machte den Winzern zu schaffen. AGROSCOPE

Im Herbst ging unter den Winzern die Angst um. Manch einer befürchtete massive Ernteausfälle wegen der Kirschessigfliege und manch einer kämpfte mit umstrittenen Insektiziden gegen das kleine Insekt.

Nun ist klar: Der Einsatz dieser Stoffe hat sehr unterschiedliche Ergebnisse gebracht. «Bei Rebbergen mit schwachem Befall hat man zwischen behandelten und unbehandelten Parzellen praktisch keinen Unterschied gesehen», sagt Patrik Kehrli von der Forschungsanstalt Agroscope. Sei ein Rebberg aber stak betroffen gewesen, habe der Ausfall um die Hälfte reduziert werden können.

Trotzdem setzt Agroscope künftig in erster Linie auf vorbeugende Massnahmen im Kampf gegen den Schädling. Nach dieser Saison wüssten alle Winzer, was es mit der Kirschessigfliege auf sich habe, sagt Kehrli.

«So rechnen wir damit, dass im nächsten Jahr vermehrt auch präventive Massnahmen angewendet werden», hofft Kehrli. Eine Möglichkeit ist das konsequente entfernen von Laub rund um die Trauben. Dies schaffe ein ungünstiges Mikroklima für das Insekt. Eine weitere Möglichkeit seien Netze rund um die Rebberge. Das Ziel sei es, möglichst wenig Insektizide zu verspritzen.