Ein Gradmesser, der niemanden beeindruckt

Sumvitg hat sich am Freitag an einer Konsultativabstimmung zum Parc Adula geäussert. Das Verdikt war klar und spricht gegen einen neuen Nationalpark. Die Reaktionen darauf fallen aber spärlich aus.

Blick auf ein Bergdorf, vom Gegenhang aus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sumvitg, im Blick die Fraktion Surrein, scheint wenig Gefallen am Parc Adula zu finden. Wikimedia / Adrian Michael

Wird in der Gemeinde Sumvitg an der Urne über eine kommunale Vorlage abgestimmt, wird diese zuerst an der Gemeindeversammlung vorbesprochen. So auch am Freitag, als ein solcher Vorentscheid zur Abstimmung über den Parc Adula getroffen worden ist.

Das Resultat fiel deutlich aus: 153 Nein- standen gegenüber 55 Ja-Stimmen.

Drei Tage später löst das bei Park-Befürworten nur wenige Reaktionen aus. Fabrizio Keller, Präsident des Vereins Parc Adula, sagt auf Anfrage: «In einem politischen Prozess kann man nicht nervös werden. Wir müssen Entscheide einfach akzeptieren.»

Keller will sich von Sumvitg auch nicht wirklich aus der Ruhe bringen lassen. Man mache weiter wie bisher, werde auf Infoveranstaltungen setzen und «sicher kein Geld für Plakate und solche Sachen ausgeben».

Der Abstimmungskampf bleibt fünf Wochen vor dem Entscheid über einen zweiten Schweizer Nationalpark also ruhig. Dasselbe gilt auch für die Gegner: Auf ihrer Seite war heute gar niemand zu erreichen.