Windenergie Frischer Wind auf dem Vorab

Dank einem neuen Partner soll der Windpark auf dem Vorab Aufwind erhalten: «Flims Electric» bestätigt auf Anfrage, dass entsprechende Vereinbarungen vor dem Abschluss stünden. Auch mit dem Nachbarkanton Glarus hat man neue Gespräche aufgenommen.

Bergpanorama Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wie viel Unterstützung aus Glarus gibt es für das Bündner Windprojekt? Die Nordflanke des Glarner Vorab. Wiki Commons / Roland Zumbühl

Noch vor drei Jahren gab es klares Nein aus Glarus: Der Kanton sei nicht bereit, seinen Richtplan anzupassen. Die Krete auf dem Vorab, die zum Kanton Glarus gehört, sei keine Windenergie-Zone. Damit war das Windpark-Projekt der Bündner auf dem Vorab vom Tisch, weil vier der sechs Windräder auf Glarner Boden geplant waren.

Die Projekt-Initianten rechnen mit Investitionen von rund 20 Millionen Franken. Die sechs Windräder sollen Energie für rund 3000 Haushalte produzieren, heisst es aktuell. Die Anlage ist auch für die «Weisse Arena Gruppe» wichtig: Sie möchte ihre Bergbahnen möglichst autark mit Strom versorgen.

Frischer Wind

Lange herrschte deshalb Flaute. Jetzt aber soll ein neuer Partner – nebst «Flims Electric» und der «Weisse Arena Gruppe» – dem Projekt wieder Auftrieb geben. Und dieser Partner stammt möglicherweise aus dem Glarnerland. Für Martin Maron, den Direktor von «Flims Electric», ist es wichtig, dass Glarus jetzt aktiv in das Projekt miteinbezogen wird.

Raumplanung ändern

Der Kanton Glarus ist derzeit dabei, die Raumplanung zu überarbeiten. Beim Amt sind deshalb auch schon entsprechende Signale aus Graubünden eingetroffen, das Vorabgebiet als Windenergie-Zone einzutragen. Die Verantwortlichen des Projektes «Windpark Vorab» sind überzeugt, dass dieser von Glarus kaum einsehbarer Standort auf dem Vorab, ein idealer Ort für Windenergie sei.

SRF 1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr