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Legende: Audio Lois Hechenblaikner blickt hinter die Festkulisse. abspielen. Laufzeit 04:45 Minuten.
Aus Regionaljournal Graubünden vom 28.02.2019.
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Indisches Fest im Engadin Die Kehrseite der Party

Der österreichische Fotograf Lois Hechenblaikner hat die Pre-Wedding-Party dokumentiert - auch deren hässliche Seite. Er übt Kritik am Anlass.

Der «Tourismus-Schreck»: Lois Hechenblaikner hat in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufsehen in der Tourismusbranche gesorgt. Er dokumentiert mit seinen Bildern die negativen Seiten des Tourismus in den Alpen. Etwa Abfallberge nach Après-Ski-Partys oder Müllhalden aus zerstörten Skis.

Verbindung ins Engadin: Hechenblaikner kennt das Oberengadin gut. Er hat beispielsweise auch die Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz begleitet und die Organisatoren gelobt. Unter anderem weil die Alkoholexzesse ausblieben, die in Österreich an solchen Anlässen üblich seien.

Sicherheitsleute vor einer Holzkulisse, die an eine Reihenhaussiedlung erinnert.
Legende: Ein «Winter Wonderland» wollten die Verlobten ihren Gästen bieten. Lois Hechenblaikner

Kritik am indischen Fest: Die Pre-Wedding-Party der Familie Ambani kritisiert er insbesondere wegen der Energiebilanz: «Die Bilanz ist richtig schlimm. Zum Beispiel wurde ein grosser Teil der Infrastruktur aus England nach St. Moritz gebracht.»

Umdenken im Tourismus gefordert: Hechenblaikner, der selber Ferienwohnungen vermietet, zeigt zwar Verständnis dafür, dass die Touristiker Freude an solchen Anlässen haben. Er sagt aber auch: «Im Bewusstsein um den Zustand unserer Erde dürfte man solche Sachen nicht mehr durchführen.»

Ein Sicherheitsangestellter bewacht das Gelände. Neben dem Zaun steht Material am Boden.
Legende: Lois Hechenblaikner dokumentiert gerne die Kehrseite von touristischen Anlässen. Lois Hechenblaikner

Gemeinde verteidigt sich: Gemeindevorstandsmitglied Michael Pfäffli sagt, man habe sich durchaus Gedanken über die Energiebilanz gemacht. Irgendwo auf der Welt hätte das Fest sowieso stattgefunden: «Da ist es doch besser, wenn es in der Schweiz ist. Zum Beispiel wird der Abfall hier ordentlich verbrannt und nicht etwa nur auf einer Deponie abgeladen.» Man wolle aber auch weiterhin solche Anlässe durchführen.

Ein grosser LKW steht auf einem Parkplatz vor dem Festgelände.
Legende: Ein grosser Teil der Infrastruktur wurde aus England ins Engadin transportiert. Lois Hechenblaikner

Was geschieht mit den Fotos? Lois Hechenblaikner hat noch nicht entschieden, was er mit den Bildern machen will. Er lasse sie im Moment liegen und denke zu einem späteren Zeitpunkt darüber nach. Seine Fotos, beispielsweise von Aprés-Ski-Exzessen, wurden auch schon ausgestellt oder in Büchern publiziert.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Mirjam Blaser  (mirelimam)
    War am besagten gegenüber im Spital in St. Moritz. Wollte nach der Operation gerne schlafen. Jedoch durften die Inder bis um 2 Uhr Morgens laute Musik laufen lassen, die man weit herum hören konnte und das unter der Woche. Was man mit Geld alles bewirken kann. Schade müssen andere dafür leiden ( geschweige auch die Natur).
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  • Kommentar von Asher Meng  (Ashi)
    Als gebürtiger Engadiner, verstehe ich solche Feste nicht. Die Indische Familie wäre auch gekommen, wenn man das Wonderland nicht bewilligt hätte. Wenn das schöne Ober Engadin nicht Wunderbar genug ist, vor allem mit so vielem Schnee und wunderbaren Wetter, nicht reicht, verstehe ich gar nicht. St.Moritz will Energie Vorzeige Ort und Beispiel sein. Am Schluss siegt die Gier um das Geld. Vom neuen Gemeindepräsident habe ich andere Visionen gehört. Bitte nicht nur versprechen auch halten.
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