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Nach Felssturz bei Bondo Gesperrte Wanderwege: Für Bussen fehlt das Gesetz

Die Ausgangslage: Seit dem Felssturz im vergangenen Jahr am Piz Cengalo ist das Val Bondasca gesperrt. Die Gemeinde Bregaglia legt grossen Wert darauf, dass sämtliche Wanderwege deutlich mit Warn- und Absperrschildern versehen sind. Dies umso mehr, als ein weiterer grosser Felssturz im Tal erwartet werden muss.

Das Problem: Im Verlauf dieses Sommers hat sich aber gezeigt, dass sich nicht alle Berggänger an die Absperrungen halten. Der Gemeinde sind für eine scharfe Intervention aber die Hände gebunden: Sie kann die Säumigen nicht büssen, weil dazu erst das Gemeindegesetz geändert werden müsste. Ohne diese Änderung hat sie keine Handhabe.

Es macht keinen Sinn, Leute zu büssen, die wissen, wie gefährlich es ist.
Autor: Anna GiacomettiGemeindepräsidentin Bregaglia

Haltung der Gemeinde: Sie wolle auch gar nicht auf das Mittel der Busse zurückgreifen, sagt Gemeindepräsidentin Anna Giacometti. «Es macht doch keinen Sinn, Leute zu büssen, die genau wissen, dass es sehr gefährlich ist.» Die Gemeinde unternehme aber alles und setze ganz darauf, dass die Leute gut informiert sind über die Gefahren.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Esther Siefert (E.S. (parteilos))
    Wieso muss immer "gebüsst" werden ? Es hat doch jeder seinen Kopf zum Denken und wenn das dann nicht funktioniert ? Ist doch jeder selber Schuld, wenn er solche Warnungen in den Wind schlägt, denkt, es passiere ihm schon nichts und er dann zu Schaden kommt... Da bleibt einem dann nur noch ein "na und" übrig...
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    1. Antwort von Theres Keiser (TheKe)
      Grundsätzlich haben Sie recht. Aber es könnte auch sein, dass dieses Verhalten irgendwelche Versicherungsleistungen nach sich zieht. Und da zahlen wir alle mit Prämien mit. Die Gemeinde handelt m.E. richtig. Und Versicherungen müssten bei Unfällen oder gar Todesfällen auf gesperrten Wegen grundsätzlich die Leistungen verweigern.
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  • Kommentar von Samuel Müller (Samuel Müller)
    Für was eine Gesetz oder Verordnung? Wir müssen doch nicht alles regeln, zudem ist es ja geregelt. Wenn jemand eine Warnung oder ein Verbot missachtet handelt er fahrlässig oder grobfahrlässig. Das heisst man geht auf eigenes Risiko in dieses Gebiet. Wenn etwas passiert kann die Versicherung Regress machen.
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  • Kommentar von Klaus Kreuter (KallePalle)
    Kann nicht einfach die Gemeinde eine entsprechende Verordnung erlassen?
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