Spöl im Nationalpark bereit für Renaturierung

Eine Panne bei den Engadiner Kraftwerken hatte für den Bach Spöl im Nationalpark verheerende Folgen: Tausende Fische verendeten, auch die Wasser-Flora erlitt massive Schäden. Schuld war der viele Schlamm, der wegen der Panne in den Bach geschwemmt wurde. Jetzt wurde er mit Frischwasser gespült.

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Bildlegende: Der Spöl ist ein erstes Mal gespült worden. Keystone

Nach der Spülung von gestern mache der Bach Spöl einen guten Eindruck, es brauche aber noch genaue Auswertungen, sagt Ruedi Haller, Leiter Forschung im Nationalpark gegenüber Radio SRF 1.

Es sei auch noch nicht klar, ob die eine Spülung ausreiche, oder ob der Vorgang im Herbst oder im nächsten Jahr wiederholt werden müsse. Der Entscheid werde Ende Sommer gefällt.

Im Herbst werde überprüft, ob im oberen Teil des Baches bereits wieder Bachforellen leben. Dort wurde nach der Panne an Ostern nämlich fast alles Leben ausgelöscht. Im unteren Teil des Baches überlebten gegen 30 Prozent der Bachforellen. Klar ist: Bis sich der Bach wieder erholt, brauche es Zeit.