Zum Inhalt springen

Header

Video
Klima-Demonstranten wandern nach Davos
Aus Tagesschau vom 19.01.2020.
abspielen
Inhalt

WEF-Klimademonstration Mehr als 600 Personen wandern Richtung Davos

  • In Landquart hat die dreitägige Klimawanderung nach Davos begonnen – mehrere hundert Personen nahmen am Sonntag daran teil.
  • Die zentrale Forderung der Klimaaktivisten: Das WEF in Davos soll sich der Klimaverantwortung stellen.

Gemäss der Kantonspolizei Graubünden versammelten sich mehr als 600 Menschen ab 12 Uhr auf dem Bahnhofplatz in Landquart, um den Klimamarsch ins 40 Kilometer entfernte Davos unter die Füsse zu nehmen. Alphornklänge, irische Volksmusik, Ansprachen und vegane Verpflegung prägten den Auftakt zur Klimawanderung. Nicht anwesend war die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Sie wird aber am Forum erwartet.

In mehreren Reden wurden Organisatoren und Teilnehmer des WEF aufgefordert, Verantwortung für das Klima zu übernehmen und von einer einseitigen Wachstumsideologie zulasten der Umwelt und des Klimas Abstand zu nehmen. Seit dem Besuch Thunbergs am WEF im letzten Jahr sei nichts passiert.

Der «Landquarter Kessel» im Jahr 2004

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Landquart war letztmals im Jahre 2004 Schauplatz einer grossen Anti-WEF-Demonstration. Polizei und Armee stoppten damals mit einem Grossaufgebot die Kundgebung und kesselten die Manifestanten auf dem Bahnhofplatz ein.

Über 1000 Personen waren im so genannten «Landquarter Kessel» festgehalten und von der Polizei bei grimmiger Kälte bis in die frühen Morgenstunden kontrolliert worden.

Gegen 13.30 Uhr brachen die Klimaaktivisten zum Marsch nach Davos auf. Das Bündnis von Klimaaktivisten unter dem Namen «Strike-WEF» will die dreitägige Wanderung von Landquart bis zum WEF-Austragungsort absolvieren. Etappenorte sind Schiers und Klosters im Prättigau.

Letzte Etappe nicht bewilligt

Die Bündner Behörden bewilligten den Marsch allerdings nur bis Klosters. Den letzten Abschnitt nach Davos dürfen die Winterwanderer und WEF-Kritiker nicht mehr unter die Füsse nehmen. Die Behörden begründen das Verbot damit, dass die Kantonsstrasse auf diesem Streckenabschnitt auch als Rettungsachse dient.

Das Klimabündnis will aber die ganze geplante Wanderung bis nach Davos durchmarschieren. Es beabsichtigt, am Dienstag, am WEF-Eröffnungstag, die Wanderung von Klosters aus fortsetzen, und zwar auf Wegen, die keiner Bewilligungspflicht bedürfen wie etwa Wanderwege, wie sie mitteilten.

In Davos wollen die Winterwanderer gemeinsam mit den Jungsozialisten (Juso) auf dem Rathausplatz eine Demonstration abhalten. Die Behörden wiederum bewilligten zwei separate, zeitlich gestaffelte Kundgebungen, bei denen die Teilnehmerzahl jeweils auf 300 begrenzt sein soll.

Video
Aus dem Archiv: Das WEF und sein Gründer
Aus SRF News vom 18.01.2020.
abspielen
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

25 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Meier  (CO2-HAHA)
    Alle schön in Kunstfaser Kleidung die aus Asien kommt!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Ich finde diesen Marsch und überhaupt diese Klimademonstrationen gut. Immer wieder ein Memento, dass die Erde uns "nur" als Gästen zur Verfügung gestellt ist. Wir sind keineswegs deren Besitzer, allerdings führen wir uns manchmal wie tyrannische Eigentümer der Mitnatur auf. Dieses Letzte sollte schrittweise "abgestellt" werden. Und: Eine grosse Verantwortung trägt das WEF: Wenn hier nicht griffige Massnahmen VERBINDLICH gefordert werden, so hat dieses WEF künftig keinen Sinn mehr.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Michael Meier  (Michael Meier)
    ...und unsere Medien berichten auch noch ständig ausgiebig über diese Aktivisten... Dass das WEF an sich aber eine hervorragende internationale Plattform ist, sich über Partei- und Geschäftsgrenzen hinweg auszutauschen, geht dabei leider in Vergessenheit. Vor lauter Wohlstand wissen viele Menschen einfach nicht mehr, wie gut es uns doch einfach geht und was es zu bewahren gilt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Meier: Ich finde es grundsätzlich gut, dass einflussreiche Leute sich treffen und miteinander reden. Aber ich habe Mühe, mich zu erinnern, was wirklich konkret an diesen WEF's rausgeschaut hat. Das WEF ist mir zu luxuriös, zu sehr vom Geldreichtum und dem neoliberalen Wirtschaftssystem geprägt. Auch von zu viel Selbstgerechtigkeit (Reicher), wenn wir betrachten, dass einige wenige Prozente der Weltbevölkerung ca. die Hälfe der materiellen Güter besitzt. Da stimmt einiges nicht mehr.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Mihai Löchli  (Siebenbürgen)
      Genau, mit großem Akzent auf bewahren, diesem Lebensstandard gibt nicht als selbstverständlich, vor allem in Länder ohne natürliche Ressourcen, diese Rahmenbedingungen mussten, mit große Selbstaufgabe, hauptsächlich vom Vorfahren erarbeitet werden. Beim vielen Wohlstand verwöhnten geht diese Tatsache gerne vergessen und verstehen nicht wie Nachhaltig, im Einklang mit der Natur, im Vergleich mit anderen Länder, hier gelebt wird.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      @meier: Ich stelle ganz im Gegenteil fest, dass sich immer mehr Menschen bewusst werden, was denn ein gutes Leben und Wohlergehen für Alle auch unseren Mitwesen sein könnte. Was dieses WEF reproduziert und aufrechterhalten tut, sind die immergleichen, halt meistens geschickt, modernisiert und camoulfiert, Verhältnisse die ihrer Macht und ihre Ausbeutungspraktiken. Plattformen haben diese Leute ja genug. Die meisten Medien sind ja in deren Händen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      U. v. K. Sie haben leider vergessen, dass Greta auftreten darf in Davos, vor der grossen Weltweiten Platform.Jedoch wäre es wünschenswert bei diesem Auftritt,dass nun die Klimabeschützer nicht nur Forderungen bringen,sondern auch Idee im Gepäck haben,was man zur Verbesserung noch tun könnte.Vielleicht ist man auch zu ungeduldig und verharrt auf es geschehe nichts.Dabei wurde auch in der Industrie schon einiges bewegt, jedoch geht dies Weltweit nicht von heute auf morgen.Bin aber Zuversichtlich.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen

Mehr aus GraubündenLandingpage öffnen

Nach links scrollen Nach rechts scrollen