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«Der Entscheid der Behörden ist nachvollziehbar»
Aus Regionaljournal Graubünden vom 27.02.2020.
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Zu hohe Ansteckungsgefahr Engadin Skimarathon wegen Coronavirus abgesagt

Nachdem im Kanton Graubünden zwei Corona-Infektionen bestätigt sind, werden Grossanlässe abgesagt.

Am Donnerstagmorgen bestätigten die Bündner Behörden, dass im Engadin bei zwei Personen das Coronavirus nachgewiesen wurde. Am Nachmittag fand eine Medienorientierung statt, an der weitere Massnahmen bekannt gegeben wurden.

Um eine Übertragung des Virus auf weitere Personen möglichst zu verhindern, haben die Bündner Behörden beschlossen, dass «öffentliche Veranstaltungen mit überregionalem Charakter» im Engadin bis und mit 8. März untersagt werden.

Betroffen ist vor allem der «Engadiner»

Somit kann der 52. Engadin Skimarathon am 8. März nicht durchgeführt werden. Am grössten Breitensportanlass der Schweiz erwarteten die Veranstalter insgesamt rund 18'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Ganz überraschend kommt die Absage für Menduri Kasper, CEO des Engadin Skimarathon, nicht: «Das war absehbar. Wir hatten jedoch gehofft, dass es nicht soweit kommt.» Die Gesundheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehe im Vordergrund. «Der Entscheid der Behörden ist nachvollziehbar», so Kasper.

Skimarathon kann nicht verschoben werden

Es ist das zweite Mal seit 1969, dass der Engadin Skimarathon abgesagt werden muss. Über den finanziellen Verlust durch die Absage kann Kasper noch keine Angaben machen: «Es wird finanzielle Auswirkungen geben. Das müssen wir aber noch genau analysieren.»

Sicher sei, dass die Planung für den Skimarathon 2021 in Angriff genommen werde und das Rennen nächstes Jahr wieder stattfindet. Eine Verschiebung des diesjährigen Engadin Skimarathon sei nicht möglich, da die Seen später nicht mehr gefroren sein werden, sagt Menduri Kasper: «Es ist definitiv abgesagt. Es ist definitiv vorbei.»

Zwei Corona-Fälle in Graubünden

Bei den erkrankten Personen im Kanton Grabünden handelt es sich laut den Behörden um zwei Kinder einer italienischen Familie, die im Oberengadin zu Gast ist. Die Kinder zeigten zwar Symptome, seien aber in einer guten gesundheitlichen Verfassung und befänden sich in Quarantäne.

Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; pavm

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Giorgio de Salice  (G.d.S.)
    Bravo! Ein mutiger und richtiger Entscheid. Es geht um nichts anderes als Sein oder Nichtsein der Menschheit. Dieses Jahr müssen wirtschaftliche Interessen dem Gemeinwohl weichen, was in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist.
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    1. Antwort von Stefan Huwiler  (huwist)
      Was erzählen Sie denn da.
      Selbst falls tatsächlich 3-4% der Infizierten sterben sollten kann keine Rede sein von Sein oder Nichtsein. Sogar in China haben sich nur 0.007% der Bevölkerung angesteckt.
      Nicht einmal der Worstcase würde annähernd die täglich wachsende Weltbevölkerung ausgleichen.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Ein richtiges Re-Dimensionierungs-Virus. Unglaublich, was da alles Nicht stattfinden kann. Die Möglichkeit, ob im Sport, in der Wirtschaft sich in Dimensionen zu schrumpfen, die den Menschen, der Landschaft, dem Leben allgemein zugute kommen werden. Ergreifen wir diese unglaubliche Chance, die sich hier uns bietet. Die Natur wird es sicher ganz unmittelbar verdanken. Die Menschen vor allem der kapitalistisch sozialisierte homo oeconomicus, wird jammern und klagen .... alles Andere aufatmen.
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  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    so, und jetzt nähme mich wunder was geschieht, wenn in Zürich, Basel, Bern zB die ersten Infizierten (die werden unter jeder Garantie kommen) hospitalisiert werden. Übrigens vermeldet der grösste Logistiker Kühne und Nagel, dass in China die Leute bereits wieder zur Arbeit gehen und damit ab nächster Woche alle Containerschiffskapazitäten ausgelastet seien.
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