Ostschweizer und Bündner Betriebe wegen Rinderseuche gesperrt

Die Rinderseuche IBR ist aus Österreich in die Schweiz importiert worden. Im Kanton St. Gallen sind zwei Betriebe betroffen, im Kanton Graubünden mindestens einer.

Rinder in einem Stall schauen über einen Zaun. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Österreicht hat die Schweiz laut BLV am 17. Februar über die Seuche informiert. Keystone

Für diese sowie 27 weitere Betriebe in der ganzen Schweiz gilt derzeit eine Betriebssperre. Bei mindestens zwei Rindern wurde das für Tiere gefährliche Virus nachgewiesen. Diese Tiere wurden sofort geschlachtet, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV mitteilt.

Das Virus war in einem Viehstall im Tirol ausgebrochen. Aus diesem Stall wurden laut BLV insgesamt drei Ladungen mit 63 Tieren in die Schweiz exportiert. Über alle Betriebe sei sofort eine Sperre verhängt worden, um eine mögliche Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Die Betriebssperren bleiben bis zum Abschluss der Untersuchungen bestehen. Eine Nachuntersuchung ist erst nach 30 Tagen möglich.

Virus führt zu Fehlgeburten

Das IBR-Virus, ein Herpes-Virus, kann bei Tieren Fehlgeburten auslösen. Er tritt vor allem bei Rindern auf und befällt die oberen Atemwege. Für Menschen ist die Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR) harmlos.

In der Schweiz trat das Virus 1977 erstmals verbreitet auf. Ab 1983 startete der Bund ein 135 Millionen Franken teures Ausrottungsprogramm.