Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio JFDP Glarus findet Kirchensteuer für Firmen ungerecht abspielen. Laufzeit 03:27 Minuten.
03:27 min, aus Regionaljournal Ostschweiz vom 20.04.2019.
Inhalt

Politischer Vorstoss Jungpartei will Kirchensteuer abschaffen

Auf der Steuerrechnung befindet sich auch ein Betrag für die Kirchensteuer. Als Privatperson kann man aus der Kirche austreten und muss keine Kirchensteuer bezahlen. Juristische Personen aber - also Firmen - bezahlen in den meisten Kantonen Kirchensteuern, ob sie wollen oder nicht. Dieses Thema wird nun von den Jungfreisinnigen im Kanton Glarus aufgegriffen: Sie wollen, dass juristische Personen im Kanton Glarus von der Kirchensteuer befreit werden.

Nicht der erste Versuch

Es ist nicht das erste Mal, dass die Kirchensteuer in einem Kanton zu reden gibt: 2013 sind Thurgauer Unternehmer bis vor Bundesgericht, um sich von der Kirchensteuer befreien zu lassen. Ohne Erfolg. Ein Jahr später kam eine Initiative im Kanton Graubünden an die Urne, die die Kirchensteuer abschaffen wollte. Auch hier ohne Erfolg. Mit fast 74 Prozent Nein-Stimmen wurde das Vorhaben abgelehnt. Ein paar Monate später im Kanton Zürich gab es beinahe das gleiche Resultat. Darauf liess man eine geplante Initiative im Kanton Thurgau fallen.

Steuer sei ungerecht

Nun versuchen die Jungfreisinnigen im Kanton Glarus einen weiteren Anlauf. Man finde die Steuer ungerecht, sagt der Co-Präsident der Jungfreisinnigen im Kanton Glarus, Marc Eberhard. Bei der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Glarus schaut man dem Vorstoss gelassen entgegen und betont, dass man mit dem Geld aus den Kirchensteuern nicht nur kirchliche Aktivitäten unterstützen, sondern vor allem viele soziale Projekte betreiben würde, sagt Ueli Knöpfel, der Präsident der evangelisch-reformierten Landeskirche im Kanton Glarus.

Der Antrag kommt voraussichtlich in einem Jahr an die Landsgemeinde im Kanton Glarus.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Lars Habermann (inMyHumbleOpinion)
    Der wirkliche Missstand der Kirchensteuern juristischer Personen liegt darin, dass das Steuersubstrat ausschliesslich Kirchen finanziert. Das widerspricht dem gesellschaftlichen Wandel der Entkirchlichung. Das Steuersubstrat ist als "Gemeinwohlsteuer jur. Pers." zu erhalten, aber zur Förderung von Gemeinwohl-Engagement in der gesamten Gesellschaft zu verwenden.
    Solange die Jungfreisinnigen unternehmerisches Eigennutz- vor gesellschaftlichem Gemeinwohl-Denken stellen, werden sie verlieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Willy Boller (Willy Boller)
    Im Zigerschlitz sind bisher bereits die Domizil- und Holdinggesellschaften von der Kirchensteuer befreit. Also warum nicht gleich alle, aber inkl. natürliche Personen! Warum diese Salamitaktik, immer nur ein bisschen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Soviel zur grössten Volkslüge in der Schweiz, das Kirche und Staat getrennt sind. Das Kantone für diesen Verein einkassieren ist eine Frechheit und ein Riesensauerei! Dies sollte Schweizweit verboten sein!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen