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Ostschweiz Thur bekommt mehr Platz

Der Kanton Thurgau investiert 28 Millionen Franken in den Ausbau der Thur. Der Abschnitt zwischen Bürglen und Weinfelden soll bis 2020 renaturiert werden. So sollen Hochwasserschäden in der Höhe von bis zu 360 Millionen Franken vermieden werden.

Wegen des Klimawandels würden extreme Wetterlagen zunehmen, sagte Marco Baumann vom Thurgauer Amt für Umwelt vor den Medien. Untersuchungen hätten gezeigt, dass ein extremes Hochwasser der Thur in Weinfelden Schäden in der Höhe von 360 Millionen Franken verursachen könnte.

Der Flussraum auf dem 3,7 Kilometer langen Abschnitt zwischen Weinfelden und Bürglen soll vergrössert werden. So habe der Fluss mehr Platz und fliesse langsamer, was bei Hochwasser die Belastung der bestehenden Dämme reduziere.

Die alten Dämme werden saniert, die Badi Weinfelden wird vor Hochwasser geschützt. Zudem soll die Flusslandschaft mit Altläufen ökologisch aufgewertet werden. Das Flussufer werde durch die Sanierung besser erreichbar, was die Thur als Naherholungsgebiet aufwerte, sagte Baumann.

Kleineres Projekt im zweiten Anlauf

Es ist bereits der zweite Versuch, den Thur-Abschnitt zwischen Bürglen und Weinfelden auszubauen und die Region besser vor Hochwasser zu schützen. Ein erster Anlauf ist vor drei Jahren gescheitert. Unter anderem wollten die Gemeinden weniger zahlen und die Bauern wehrten sich dagegen, Landwirtschaftsland zu verlieren.

Gemeinsam mit allen Betroffenen habe man inzwischen ein neues und kleineres Projekt ausgearbeitet, sagt Regierungsrätin Carmen Haag gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Andreas Volkart, 8162 Steinmaur
    Fragen: 1. Bei wem und wo würde die Thur Schäden im Umfang von 360 Mio. Fr. verursachen? 2. Hat die Region als Rechtsträger "Rechte und Pflichten"? 3. Wieso kostet "Renaturierung", wenn die Thur und das umliegende Land der "Natur überlassen" wird? 4. Werden die Grundeigentümer mit geeignetem Land (FFF, Realersatz, etc.) entschädigt?
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